Auto im Nebel
 

Autofahren bei Nebel: 5 Tipps zum richtigen Fahrverhalten

Fahren bei Nebel gehört mitunter zu den gefährlichsten Situationen im Alltag eines Autofahrers. 5 Tipps, wie ihr sicher durch den Nebel kommt.

08.02.2016 Online Redaktion

Welche besonderen Gefahren gibt es bei der Fahrt durch den Nebel?

  • Die Sichtweite verringert sich durch Nebelfelder innerhalb weniger Sekunden dramatisch. Die Geschwindigkeit in Relation zur Sichtweite ist nicht mehr gegeben, dadurch erhöht sich die Gefahr eines Auffahrunfalls.
  • Aber auch unterwartete Behinderungen wie Wildtiere, Baustellen, Fußgänger oder Unfälle stellen bei Nebel ein noch höheres Risiko dar, da diese erst viel später (zu spät) erkannt werden können.
  • Dazu kommt der „Lemming-Effekt„: Viele Autofahrer hängen sich bei Nebel, bewusst oder unbewusst, gerne an die Rücklichter des Vordermannes, was dazu führt, dass der Sicherheitsabstand nicht mehr eingehalten wird oder wiederum die Fahrtgeschwindigkeit nicht mehr zur Sichtweite passt.

5 Tipps, wie ihr sicher durch den Nebel kommt

1. Sehen und Gesehen werden

  • Es geht bei Nebel einerseits darum, sich durch richtiges Einsetzen von Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten die maximal mögliche Sicht zu verschaffen und andererseits darum, dadurch von anderen Verkehrsteilnehmern Gesehen zu werden.
  • Die beste Kombination bei Nebel ist somit: Abblendlicht + Nebelscheinwerfer + Nebelschlussleuchte einschalten.
  • Nicht einsetzen sollte man das Fernlicht, da die Reflektion dazu führt, dass man sich selbst blendet.
  • Nicht vergessen: Nebelschlussleuchten sollten bei freier Sicht umgehend wieder ausgeschaltet werden, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.

2. Geschwindigkeit reduzieren

  • Wenn möglich, solltet ihr die Geschwindigkeit schon vor einem Nebelfeld reduzieren und der Sichtweite anpassen. Zu beachten ist auch, dass Nebel meist einhergeht mit einer feuchten Fahrbahn und somit auch der Bremsweg länger wird.
  • Als Faustregel für die richtige Geschwindigkeit bei Nebel gilt: Die Sichtweite (in Meter) = maximale Geschwindigkeit in km/h.
  • In der Praxis lässt sich diese Regel mit Hilfe der Leitpflöcke am Straßenrand gut umsetzen: Diese stehen in Österreich im Normalfall 33 Meter voneinander entfernt. (In Deutschland: Abstand 50 Meter).
  • Könnt ihr also den nächsten Leitpfosten noch erkennen, wäre eine Geschwindigkeit von ca. 33 km/h angemessen; wenn ihr auch den folgenden Pfosten erkennen könnt, max. 66 km/h etc.
  • Besondere Vorsicht ist auch beim Links-Abbiegen geboten: Rechtzeitig Blinken und behutsam Abbremsen – so gebt ihr den Fahrern hinter euch die Chance, ebenso rechtzeitig abzubremsen.

3. Abstand halten

4. Nicht überholen

  • Ausreichende Sicht ist Grundvoraussetzung für ein Überholmanöver – und die ist bei Nebel nicht gegeben.
  • Um Kollisionen mit dem Gegenverkehr zu vermeiden sollte daher bei Nebel von Überholmanövern gänzlich abgesehen werden – selbst dann, wenn das vor euch fahrende Fahrzeug für euren Geschmack zu langsam unterwegs ist.

5. Radio einschalten und Hinweise verfolgen

  • Im Verkehrsfunk werden Behinderungen durch Nebel zwar bei weitem nicht lückenlos durchgesagt, ihr könnt euch somit nicht 100%ig auf diese Informationsquelle verlassen. Aber: Gerade für vielbefahrene Strecken gibt es doch regelmäßig Hinweise.
  • Das ist eure Chance, frühzeitig vor der oft unterschätzten Gefahr des Nebels gewarnt zu werden – und euer Fahrverhalten rechtzeitig anpassen zu können.
pixel