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Sind Radar- und Blitzer-Apps erlaubt oder verboten und wie funktionieren sie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich vor Radarboxen warnen zu lassen, auch vor mobilen Radarkontrollen. Aber funktionieren die Apps und Geräte – und sind sie legal oder verboten?

25.01.2016 Online Redaktion

Wir haben für euch einen Überblick über die verschiedenen Radarwarner zusammengestellt:

1. Die Radar-App: Beliebt, aber zuverlässig bzw. erlaubt oder verboten?

Sogenannte Radar-Apps gibt es bereits zahlreich in den diversen Onlinestores – zum Teil auch kostenlos. Diese Apps greifen auf eine große Datenbank an Radarstationen zu und warnen so rechtzeitig vor einer Geschwindigkeitsmessung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die GPS-Funktion am jeweiligen Gerät aktiviert ist. Aber: Auch wenn die Datenbanken ständig erweitert und ergänzt werden: Eine lückenlose Erfassung kann nicht garantiert werden – und vor mobilen Messstationen kann mit dieser Funktionsweise ohnehin nicht gewarnt werden.

Sind Radar-Apps erlaubt oder verboten?

Die Verwendung von Radar-Apps wird in vielen Ländern unterschiedlich geregelt, in einigen Fällen ist es rechtlich sehr undurchsichtig (z.B. Deutschland), ob diese verwendet werden dürfen oder nicht. In Österreich kann man die Verwendung grundsätzlich als erlaubt betrachten, da Radar-Apps nicht aktiv über Funkwellen Radaranlagen aufspüren.

2. Radarwarner als eigenständiges Gerät: Bessere Ergebnisse, aber erlaubt?

Mittlerweile gibt es auch Radarwarner zu erwerben, die Radarwellen aufspüren und erkennen, die von den Messgeräten ausgehen. Somit können auch mobile Messungen erkannt werden.

Aber: Auch diese Methode funktioniert technisch nicht gänzlich einwandfrei, da die Radarwellen in einem Frequenzbereich liegen, die auch von anderen Geräten ausgehen können.

Geräte die die Radarmessung stören

Auf Radarwarner, die eine Lasermessung erkennen können und zudem angeblich die Messung stören/verhindern können, brauchen wir hier nicht näher eingehen: Solche Geräte sind ganz klar illegal – das gilt allerdings in den meisten Ländern, so auch in Österreich oder Deutschland, auch für die Warngeräte, die Radarwellen messen.

3. POI-Warner als Option im Navi: Funktion durchschnittlich, aber erlaubt?

Einige GPS-Navigationsgeräte weisen sogenannte POIs („Point of Interests“), also „interessante Punkte“ auf: Dazu können auch Radarstandpunkte gehören. Wie bei den Radar-Apps besteht aber auch hier das Problem, dass die Datenbanken niemals lückenlos alle Radarstandpunkte beinhalten können, von mobilen Messungen ganz zu schweigen.

Erlaubt oder verboten?

In Österreich sind Navis mit POI-Warner erlaubt, da sie nicht über Funkwellen Radaranlagen aufspüren und somit nicht als „Funkanlage“ gelten.

In anderen Ländern, darunter auch Deutschland, sind hingegen auch POI-Warner verboten.

Sind Blitzer/Radar-Warner sinnvoll oder nicht?

Die Kombi „funktioniert wirklich gut“ + „rechtlich erlaubt“ gibt es nicht wirklich, somit ist von einer Nutzung solcher Software/Geräte grundsätzlich abzuraten.

Es ist auch im Sinne der Verkehrssicherheit, wenn man sich an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit hält. Zudem ist es wesentlich stressfreier, nicht bei jeder Warnung auf das Bremspedal hüpfen zu müssen, um einer, teilweise sehr saftigen, Strafe zu entgehen.

Anmerkung: Trotz sorgfältiger Recherche gibt es keine Gewähr auf die rechtlichen Hinweise in diesem Artikel. Gesetze können sich ändern und teilweise unterschiedlich ausgelegt bzw. ausjudiziert werden. Gerade bezüglich Hilfsmittel zur Radarwarnung ist die Gesetzeslage von Land zu Land sehr unterschiedlich und teilweise auch als rechtlicher „Graubereich“ zu betrachten. Wir raten daher grundsätzlich von der Verwendung diverser Hilfsmittel zur Radarwarnung ab.

  • Gio Pog

    ich hoffe, dass der Artikel nicht gedruckt erschienen ist – er wäre das Papier nicht wert.
    „Sorgfältige Recherche“? Hahaha

  • SowasAberAuch

    Was war das jetzt für eine Information?? Der Inhalt kann als „Nona!“ abgetan werden! Schade! Hatte gedacht, man hat tatsächlich Vergleiche angestellt! Übrigens: ist das ein EU-Verlangen, dieses Thema zu behandeln? Im „Auto Mobil“ am Sonntagnachmittag (VOX) war das nämlich ebenfalls abgehandelt worden. Nur halt professioneller: man hat auch Geräte, Qualität und Preise verglichen…

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