Das hilft bei Rücken- und Nackenschmerzen beim Autofahren

Diesmal im Autorevue-Behandlungszimmer: Rücken- und Nackenschmerzen die während der Autofahrt auftreten können. Wir haben nützliche Tipps für euch.

05.01.2016 Online Redaktion
Kreuz(bein)schmerzen, „Ischias-Schmerz“ oder gar ein Bandscheibenvorfall: Der Rücken bzw. die Wirbelsäule ist häufig Ausgangspunkt für verschiedenste Beschwerden. Treten solche Schmerzen während oder nach längeren Autofahrten auf, ist es naheliegend, dass eben diese die Ursache dafür sind. (Wir haben noch weitere Tipps für euch: was hilft bei Kopfschmerzen, Sehproblemen und was bei Bein- und Knieschmerzen?)

Rückenschmerzen: Die Volkskrankheit der Langstreckenfahrer

Durch die Grundhaltung im Autositz wird eurer Lendenwirbelsäule eine runde Haltung aufgezwungen – keine gute Voraussetzung für einen entspannten und schmerzfreien Rücken. Zusätzlich zieht die Muskulatur der Leistenbeuge eure Wirbelsäule nach vorne – speziell betroffen davon ist die rechte Seite durch den ständigen Druck auf das Gaspedal des rechten Beines.

Was hilft bei Rückenschmerzen?

Je länger solche ungünstigen Körperhaltungen eingehalten werden, desto eher kommt es zu Problemen. Auch bei Rückenschmerzen, egal in welchem Bereich, gilt deshalb:

  • Regelmäßig Bewegungspausen einlegen, um so euren Körper die Chance zu geben, Spannungen zu lösen und eure Wirbelsäule in eine andere, aufrechtere Position zu bringen.
  • Aber auch speziell für diesen Zweck gefertigte Sitzkissen können Abhilfe schaffen, zumindest was die runde Rückenhaltung betrifft. (Bitte dafür einen Arzt oder Physiotherapeuten zur Beratung heranziehen)
  • Um die Leistenbeuge zu entlasten (bzw. den dadurch betroffenen Muskel) reicht hingegen ein einfaches, kleines Kissen aus, das man unter den (rechten) Oberschenkel legt. Eine solche stabilere Auflage hilft dabei, die Muskulatur zu entspannen.
  • Vorteilhaft ist auch die Tempomatfunktion eures Fahrzeuges: Die Lendenwirbelsäule wird spürbar entlastet, wenn das rechte Bein nicht ständig mit Druck am Pedal sein muss, um die Geschwindigkeit zu halten.
  • Achtung: Ein absolutes NO-GO ist das Verwenden eines Keilkissens: Solche Kissen sind ausschließlich für normale Stühle gedacht und nicht für Autositze! Grund: Ein Keilkissen kann dazu führen, dass man im Fall eines Unfalles oder einer Vollbremsung unter dem Sicherheitsgurt regelrecht „durchrutscht“.

Nackenschmerzen beim Autofahren

Häufige Begleiterscheinung bei Autofahrern sind auch Nackenschmerzen.

Im Nacken laufen viele Muskelstränge, Sehnen und Nervenbahnen zusammen, was diesen Bereich besonders anfällig für Verspannungen und Schmerzen macht.

Ausgelöst werden können Nackenschmerzen durch Muskelverkürzungen und Verspannungen, aber auch durch irritierte und gereizte Nervenfasern oder durch zu sehr beanspruchte und/oder verkürzte Sehnen. Verantwortlich dafür kann die bereits erwähnte nicht optimale Grundhaltung in einem Autositz sein, einer verkrampften Fahrweise aber auch der Lüftungsstrahl der Klimaanlage (welcher sich auch auf eure Sehleistung auswirken kann).

Tipps gegen Nackenverspannungen und -schmerzen

  • Um dem entgegenzuwirken, ist es daher wichtig Fahrtpausen (inkl. Bewegung und Entspannung durch z.B. sanftes Nackenkreisen) einzulegen.
  • Der Autositz muss so eingestellt sein, dass eine möglichst entspannte und sichere Haltung möglich wird.
  • Unbedingt vermeiden solltet ihr, dass der Lüftungsstrahl der Klimaanlage direkt auf den Kopfbereich zielt: Ein „steifer“ Hals inkl. Schmerzen ist so fast unvermeidbar.

Hinweis: Dieser Artikel enthält mögliche Ursachen verschiedener Beschwerden, die durch Autofahren ausgelöst werden können – aber nicht müssen!  Die Hinweise sind somit kein Ersatz für ärztlichen Rat oder eine ärztliche Diagnose und Behandlung. Gesundheitliche Probleme, egal wo und wie diese entstehen, solltet ihr also immer von einem Arzt abklären lassen!

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