Vespa 946 – Neubau-Porsche

Der exklusivste aller Roller, die Vespa 946, kommt in den Innenstädten dieser Welt an.

Veröffentlicht am 05.08.2013

Vom Taferl bis zum Scheinwerfer eine Hommage. Die Vespa 946 soll Erinnerungen an das Original –  den Prototypen MP6 aus dem Jahr 1946 – wachrufen. Damals, als der Straßenverkehr in Italien revolutioniert und das Stadtbild nachhaltig geprägt wurde. Ob einem die MP6 nun präsent ist, oder nicht, Vespa hat mit der 946 einen modernen, progressiven und zeitlosen Roller lanciert.

Vespa 946 MP6 1946
Die gutverdienende Boheme freut sich.

Die Vespa 946 – das exklusivste Modell aller Zeiten

Vespa nennt sie das „exklusivste Modell aller Zeiten“. Das bedeutet: 9.000 Euro für einen 125er-Roller. Die Marke kennt ihre Kunden. Die sitzen meist in besseren Bezirken der Großstädte und wollen eben dort ohne Parkplatzprobleme unterwegs sein. Und: sie sind bereit für Flair und Kult einen schmerzhaften Aufpreis zu bezahlen. Die Vespa 946 als Bobo-Bomber und Neubau-Porsche.

Aber die Marke bietet dafür einiges im Gegenzug. Lenkergriffe und Sitzbank sind handgenäht, per Hand werden außerdem einzelne Aluminiumteile an der Stahlkarosserie befestigt. Das spart Gewicht und damit Sprit. 55 Kilometer sollen mit einem Liter zu schaffen sein (bei einer gleichbleibenden Geschwindigkeit von Tempo 50). Der Motor ist, selbstverständlich, ein Einzylinder-Viertakter mit drei Ventilen, Luftkühlung und elektronischer Einspritzung. 11,6 PS und 10,6 Newtonmeter werden ans Hinterrad geschickt.

Vespa 946 MP6 1946
Zwölf Stück pro Tag können gebaut werden.

Wirtschaftswunder-Flair und der Atem der Geschichte kommen durch einzelne Designdetails. Die 12-Zoll-Leichtmetallfelgen sollen an die Räder samt Trommelbremsen der Originalversion erinnern. Heute freilich mit zwei Scheibenbremsen, Zweikanal-ABS und Traktionskontrolle.

Technikträger Vespa 946

Apropos Modernes: die Frontscheinwerfer sind in Voll-LED-Technologie gehalten. Genauso wie Rücklichter, Blinker und Multifunktions-Cockpit. Für letzteres gibt es in der Aufpreisliste eine „Vespa Multimedia Plattform“. Per Bluetooth kann der Fahrer sein Smartphone koppeln, das per App ein erweiterter Bordcomputer wird und fahrdynamische Daten wiedergibt.

 

Und so wird die Vespa 946 auch entsprechend inszeniert:


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