Testbericht: Fiat Freemont 2,0 Multijet II 170 Park Avenue AWD Automatik

Das erste gemeinsam von Chrysler und Fiat entwickelte Auto. Fiat hat sich dabei zurückgehalten.

Veröffentlicht am 13.08.2013

Das neue Thema „Auto als Wohnraum“, hier erfährt es spezielle Aspekte. Vor allem, was die Sitzkonfigurationen betrifft. Die zweite und die dritte Reihe bestehen aus Einzelsitzen. Diese lassen sich isoliert umlegen, einklappen, aufstellen, sodass sich insgesamt 32 Konfigurationsmöglichkeiten ergeben. Da sollte auch der größte Querulant seine Einstellung finden.

Der Fiat Freemont verheimlicht seine amerikanischen Gene nicht

Die erste Gemeinschaftsproduktion von Fiat und Chrysler wurde eindeutig von den amerikanischen Vertretern unter den Entwicklern dominiert. Das Schwestermodell des Dodge Journey ist bis in letzte Schraube hinein ein guter Manns-Amerikaner. Das Fahrverhalten ist gutmütig, der Motor kräftig aber etwas ungehobelt, das Interieur kunststoffgeprägt – aber durchaus geschmackvoll und praktisch. Außerdem wie der Rest des Autos mit dem Dodge vollkommen identisch, nur Dieselmotoren bieten sie in den USA nicht an. Also reines Badge Engineering, wenn auch auf halbem Wege stehengeblieben, weil wenn schon Fiat, dann könnte einem statt Freemont und Park Avenue doch sicher etwas italienischeres einfallen. Montelibero und Via Vittorio Emanuele zum Beispiel.Freemont 2,0 Multijet II 170 Park Avenue AWD Automatik sitze

 

Üppig ist die Ausstattung.

Navigationssystem, Teilledersitze und ein Bildschirm am Wagenhimmel für das Rear-Seat-Entertainment sind serienmäßig.

Sind alle sieben Sitze in Betrieb, verbleiben 167 Liter Kofferraum. Ohne dritte Sitzreihe sind es 758 Liter, da ist schon sehr real. Insgesamt lässt sich das auf 1.461 Liter erweitern. Dazu kommen 20 Ablagen im Auto und insgesamt luftige Platzverhältnisse.

Wer sich also an der amerikanischen Anmutung nicht stößt – warum sollte man auch? – wird im Freemont ein fair kalkuliertes Reiseauto finden.


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