Niki Lauda: "Hätte Bernie aufhören müssen, dann wäre das eine Katastrophe für die Formel 1 gewesen"
 

Reaktionen auf die Einstellung des Ecclestone-Prozesses

Lauda: “Hätte Bernie aufhören müssen, dann wäre das eine Katastrophe für die Formel 1 gewesen”

05.08.2014 APA

Nach der Einstellung des Schmiergeldprozesses gegen Formel 1-Boss Bernie Ecclestone gegen eine Zahlung von 100 Millionen Dollar hat die Königsklasse des Motorsports wieder einen Vollzeit-Chef. Nach gut drei Monaten Pendeln zwischen Gerichtssaal und Fahrerlager kann Ecclestone seine ganze Kraft wieder dem Ausbau seines PS-Imperiums widmen. Die Einstellung des Schmiergeldprozesses in München erspart der Rennserie eine hektische Suche nach einem Nachfolger.

“Katastrophe für die Formel 1”

Die Einstellung des Prozesses sorgt bei den Formel 1-Teams für Erleichterung. “Hätte Bernie aufhören müssen, dann wäre das eine Katastrophe für die Formel 1 gewesen”, erklärte etwa Österreichs Formel-1-Legende und Mercedes-Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda. “Unterm Strich hat er es geschafft, die Formel 1 auf das Niveau zu bringen”, befand Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel unlängst.

“Formel 1 braucht Ecclestone”

“Die Formel 1 braucht ihn in diesen schwierigen Zeiten mehr als jemals zuvor”, sagte Christian Horner, Vettels Teamchef bei Red Bull, zu Beginn des Prozesses gegen Ecclestone. Die finanzielle Schieflage vieler Rennställe, der Krach um das neue Motoren-Reglement, der Ärger um die fragwürdigen Rennen in Russland und Aserbaidschan, der mögliche Börsengang – Baustellen gibt es für Ecclestone genug.

Staatsanwalt: “Erkennen eine Restschuld bei Ecclestone”

Auch die Münchner Staatsanwaltschaft sieht sich nach der Einstellung des Schmiergeldprozesses gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nicht als Verlierer. “Für uns stellt sich nicht die Frage nach Sieg oder Niederlage”, sagte Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch nach Verhandlungsende am Dienstag. Aber: “Wir erkennen eine Restschuld bei Ecclestone.” Der Staatsanwalt unterstrich allerdings, dass Ecclestone “wesentlich” zur Aufklärung beigetragen habe. Hätte dieser vor Gericht nicht zugegeben, dass es einen Geldfluss an den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel 1 gegeben habe, “hätten wir das höchstwahrscheinlich nicht klären können”.

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