Reise, Reise!

Der historische Sieg des Matthias Walkner, die Begeisterung der Südamerikaner, die Abschiedsgala der Peugeots, die Leiden der kleinen Leute und der Versuch, fast 9000 Kilometer ärgste Gegend am anderen Ende der Welt in mundgerechte Stücke zu zerteilen: sieben Postkarten von der 40. Auflage der Rallye Dakar.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 24.01.2018

Ein Artikel aus der Autorevue vom Februar 2018

Matthias Walkner – Sieg im Kopf.

Wenn Matthias Walkner im Biwak die Augen zusammenkneift und sagt: „Joo, es woa scho zaach“, dann weißt du, dass alles in Ordnung ist. Erst wenn er das nicht mehr sagt und noch wortkarger ist, dann hat’s was. Dann ist er am Weg nach Arequipa rauf zum Beispiel schwer gestürzt, aber das ist nichts, was sich groß durchsprechen würde im Biwak. Er schickt dezent einen aus dem KTM-Team zu den Ärzten und lässt nachfragen, welche Painkiller er nehmen darf und wie viele. Für den Rest des Tages verkriecht er sich in sein Wohnmobil, weil wie dick die Hand ist, wie schlimm er hatscht, das muss keiner mitkriegen. Es ist dann halt einfzweitach wieder zach, so, wie das Zachsein eben zur Dakar dazugehört.

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