Kimi Räikkönen ist nach 21 GP-Siegen der erfolgreichste Finne in der Formel 1

Mit seinem 21. Grand Prix-Sieg hat Kimi Räikkönen nicht Mika Häkkinen überholt, sondern auch einen Schumacher-Rekord gebrochen – “aber mein Leben ändert das auch nicht”

23.10.2018 Online Redaktion

Nach 113 sieglosen Rennen feierte Kimi Räikkönen beim Großen Preis der USA wieder einen Triumph – den 21. seiner Karriere. Damit überholte der “Iceman” seinen Landsmann Mika Häkkinen und ist nunmehr der Finne mit den bisher meisten Siegen in der Formel 1-Weltmeisterschaft. Zuletzt siegte Räikkönen vor 2.044 Tagen beim Grand Prix von Australien im Jahr 2013.

Schumacher-Rekord gebrochen

Der 39-jährige, der nach neun Jahren in der Formel samt Ferrari-WM-Titel 2007 einen zweijährigen Abstecher in die Rallye-WM gemacht hatte, brach mit seinem Sieg am Circuit Of The Americas auch einen Rekord von Michael Schumacher. Zwischen Räikkönens allererstem Formel 1-Sieg 2003 in Malaysia und seinem jüngsten Erfolg lagen 15 Jahre, sechs Monate und 28 Tage. Über einen so langen Zeitraum hinweg war noch kein Fahrer zuvor in der Königsklasse des Motorsports siegreich gewesen. Die Schumacher-Marke lag bei 14 Jahren, einem Monat und einem Tag zwischen Belgien 1992 und China 2006.

“Aber mein Leben ändert es auch nicht”

Wie gewohnt ließ sich Räikkönen aber trotzdem nicht zu überschwänglichen Emotionen hinreißen. “Bist du jetzt Weltmeister?” fragte er im Cool-Down-Room Lewis Hamilton trocken, der die WM bereits in Austin für sich entscheiden hätte können. Ganz kalt ließ der Sieg den “Iceman” zwar nicht, dennoch kommentierte er seinen Triumph mehr als nüchtern: “Es ist schön, mal wieder zu gewinnen, aber mein Leben ändert es auch nicht.” Seine Kinder würden sich mehr für die Siegerkappen interessieren als für seinen Sieg. In einer Hinsicht wurde er aber doch emotional. “Es ist ein toller Tag. Auch, um ein paar Leuten zu beweisen, dass sie falsch liegen.

Sauber statt Ferrari

Damit dürfte Räikkönen wohl die Ferrari-Spitze direkt angesprochen haben. Denn der Finne, der 2007 den Weltmeister-Titel für die Scuderia eingefahren hatte, wird in der kommenden Saison nicht mehr für Ferrari, sondern für Sauber fahren. Seinen Platz nimmt der 21-jährige Charles Leclerc ein.

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