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Piquet bei seinem Heimrennen in Brasilien 1986
 

65. Geburtstag von Formel 1-Legende Nelson Piquet

“Ich will mit niemandem gut Freund sein, ich will gewinnen”: Der dreifache Formel 1-Weltmeister Nelson Piquet feiert am 17. August seinen 65. Geburtstag.

17.08.2017 Online Redaktion

Nelson Piquet ist eine Formel 1-Legende. Drei Weltmeistertitel fuhr der Brasilianer im Laufe seiner Karriere ein. 1981, 1983 (beide im Brabham Ford) und 1987 (Williams-Honda) sicherte sich Piquet den wichtigsten Titel im Motorsport. Aus insgesamt 23 Grand Prix ging der 1,73 m große Spitzenpilot siegreich hervor, bei 37 weiteren Rennen schaffte er es aufs Podest. Am 17. August feiert Piquet nun seinen 65. Geburtstag.

“Ich will gewinnen”

Seine kompromisslose Einstellung war dem Erfolg des Südamerikaners in seiner aktiven Zeit als Formel 1-Pilot durchaus zuträglich. “Ich will mit niemandem gut Freund sein”, sagte er einmal, “ich will gewinnen.” Dafür griff Piquet mitunter auch zu ungewöhnlichen Mitteln: So soll er während seines WM-Duells Ende der 1980er-Jahre mit Nigel Mansell angeblich sogar das Klopapier der Williams-Teamtoilette vor seinem britischen Stallrivalen versteckt haben. Dazu passt auch, dass Piquet einmal scherzte, sich nach seinen Siegen auf der Auslaufrunde manchmal in die Hosen gepinkelt zu haben.

© Bild: DOMINIQUE FAGET / AFP / picturedesk.com

Formel 1-Debüt 1987

Der dreifache Formel 1-Weltmeister kam als Nelson Souto Maior in Rio de Janeiro zur Welt. Aus Rücksicht auf seinen Vater Estacio, einen früheren Gesundheitsminister Brasiliens, nahm er jedoch den Mädchennamen seiner Mutter an. Talent besaß Nelson Piquet auch im Tennis. Die Faszination Motorsport war vor allem durch den aufstrebenden Emerson Fittipaldi, der 1972 und 1974 als erster Brasilianer Formel-1-Weltmeister wurde, aber stärker. Sein Debüt in der Motorsport-Königsklasse feierte Piquet 1978. Doch schon Ende 1983 wollte er, ermüdet von den vielen Reisen, seine Formel-1-Karriere beenden. Sein Freund Niki Lauda, der es bekanntlich ebenfalls auf drei Formel-1-WM-Titel (1975, 1977 und 1984) brachte, überzeugte ihn von der Anschaffung eines Privatjets: Damit sei das Reisen um den Globus deutlich entspannter.

© Bild: Lars Baron / Getty Images

“Ich lebe noch”

Und so gab Piquet selbst nach einem schlimmen Crash in Imola 1987 – in der selben Kurve, in der Ayrton Senna 1994 tödlich verunglückte – noch bis 1991 in der Formel 1 Gas. Des Geldes wegen, wie er zugab. Apropos Senna: Auf die Frage eines Journalisten, ob nun er oder sein berühmter Landsmann der bessere Formel 1-Pilot gewesen sei, antwortete Piquet trocken: “Ich lebe noch.”

Die Formel 1 im Blut

Der Crash in Imola und der Unfall 1992 im Training zu den 500 Meilen von Indianapolis haben ihre Spuren bei Piquet hinterlassen. Finanziell hat Piquet keine Sorgen. Bereits während seiner Karriere in der Formel 1 wurde er ein erfolgreicher Geschäftsmann, sein Unternehmen verdient Geld mit Ortungssystemen. Der Motorsport hat Piquet aber nie ganz losgelassen. Diese Leidenschaft gab er auch an seine Kinder weiter: Sohn Nelsinho absolvierte 28 Formel-1-Rennen, ehe er 2015 Premierensieger der vollelektrischen Formel E wurde; der jüngere Sohn Pedro ist in der Formel-3-EM aktiv. Das Rennfahrertalent ihres Vaters haben sie jedoch nicht.

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