Marc Marquez MotoGP Japan
Genug geschont, es wird wieder gefahren.
 

MotoGP 2014: Es geht los

Es ist eine Rekord-Saison, denn in der Königsklasse MotoGP gehen gleich elf Weltmeister, die insgesamt 26 Titel in drei Klassen gewonnen haben, an den Start.

19.03.2014 APA

Am 23. März ist es soweit, die MotoGP-Saison 2014 geht wieder an den Start. Das erste Rennen findet in Katar statt. Es ist eine Rekord-Saison, denn in der Königsklasse MotoGP gehen gleich elf Weltmeister die insgesamt 26 Titel in drei Klassen gewonnen haben, an den Start. Im Blickpunkt steht der spanische Honda-Pilot Marc Marquez (21), der jüngste MotoGP-Weltmeister aller Zeiten.

Marquez musste zwei Tests auslassen

Vergangenen November hatte der damals noch 20-jährige Marquez in Valencia seine mit sechs Siegen garnierte Rookie-Saison mit dem Titelgewinn gekrönt. Der Jungstar startet am Sonntag (20.00 Uhr MEZ) im einzigen Flutlichtrennen der Saison allerdings gehandicapt in die Titelverteidigung. Drei Tage nach seinem 21. Geburtstag und exakt sechs Wochen vor dem ersten freien Training an diesem Donnerstag zog er sich beim Motocross-Training in Spanien einen Wadenbeinbruch zu und verpasste gleich zwei Vorsaison-Tests.

“Der Druck ist groß”

Marquez saß damit eineinhalb Monate nicht auf dem Motorrad. “Für das erste Rennen zählt noch die Ausrede, dass wir einen Großteil der Vorbereitung verpasst haben. Aber schon Austin ist dann wieder ein ganz normales Wochenende”, blickte der Spanier in der Zweirad-Jagd schon weiter voraus. Das Neue für Marquez ist: “Bisher bin ich nach jedem Titelgewinn gleich in die nächste Klasse aufgestiegen. Diesmal verteidige ich. Der Druck ist groß”, betonte der Spanier, der weiter mit der Nummer 93 in den über 18 Rennen gehenden Titelkampf startet und trotzdem überzeugt ist: “Ich werde Weltmeister!”

Valentino Rossi

MotoGP ohne Rossi, gibt es nicht. © Bild: Getty Images / Mirco Lazzari gp

Drei Spanier und Rossi

Die Rivalen aus dem Vorjahr werden auch diesmal Marquez’ erste Herausforderer sein. Allen voran seine Landsmänner Jorge Lorenzo (Yamaha) und Honda-Pilot Daniel Pedrosa. Lorenzo hat die vergangenen zwei Katar-Rennen gewonnen, hatte bei den Tests aber Probleme mit den neuen Reifen. Der weiter unter dem österreichischen Crew-Chief Mike Leitner agierende Pedrosa unternimmt seinen bereits neunten Anlauf, endlich MotoGP-Weltmeister zu werden. Altmeister Valentino Rossi (35) zeigte aber bei den Testfahrten auf der Yamaha stark auf und könnte in den spanischen Dreikampf eingreifen.

Rekorde, Rekorde, …

Gleich 16 der aktuellen MotoGP-Piloten haben in ihrer Karriere schon WM-Läufe gewonnen. Das Fahrerfeld kommt dabei auf insgesamt 333 Siege – ebenfalls ein Rekord in der Königsklasse, sollten am Sonntag alle Piloten zum Saisonauftakt antreten. Störend vor dem Saisonstart war, dass die Bikes mittlerweile in drei Kategorien eingeteilt sind, was selbst bei den Teams für Verwirrung gesorgt hat.

Gefährliche Außenseiter

Ducati etwa wechselte in die “Open-Kategorie” (ehemalige Claiming Rule) und hat damit deutlich mehr Freiheiten bei Sprit, Motoren und Testzeiten als die reinen Werksteams. Andrea Dovizioso sowie Neuzugang Cal Crutchlow gelten als gefährliche Außenseiter. Crutchlows Platz bei Monster Yamaha hat Moto2-Weltmeister Pol Espargaro eingenommen.

Einsätze von Martin Bauer noch unklar

Mit Pol und dem älteren Aleix Espargaro gehen damit wieder einmal Brüder in der Königsklasse an den Start. Pol, einer von vier Rookies in der Königsklasse, ist nach einem aktuellen Schlüsselbeinbruch aber ebenfalls gehandicapt. Ob der Österreicher Martin Bauer später in der Saison weitere Wild-Card-Einsätze mit Remus Racing absolviert, war vorerst offen.

Ana Carrasco

Ana Carrasco. © Bild: Getty Images / Mirco Lazzari gp

KTM als Moto3 Favorit

Während nach dem Klassenwechsel von Espargaro und Scott Redding der WM-Dritte Esteve “Tito” Rabat als Moto2-Favorit gilt, hat in der Moto3 der österreichische Hersteller KTM seit seinem Wieder-Einstieg beide Titel gewonnen. Champion Maverick Vinales ist in die Moto2 aufgestiegen, 2014 sind die beiden Red-Bull-Ajo-Werksfahrer der Australier Jack Miller (18) und der tschechische Rookie-Cup-Sieger Karel Hanika.

Honda sagt den Kampf an

Vor allem Honda will die Dominanz der Mattighofener in dieser 250er-Viertakt-Klasse brechen. Gleich 19 der insgesamt 33 Motorräder – darunter nach der KTM-Übernahme auch die zwei Werks-Husqvarnas – werden in dieser Klasse aber mit KTM-Motoren angetrieben. Auch die Kalex-KTM der einzigen Frau, der 17-jährigen Spanierin Ana Carrasco, sowie die beiden Bikes des VR46-Teams, dessen Besitzer Superstar Valentino Rossi ist.

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