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Matthias Walkner – Vom Motocross-Weltmeister zum Dakar-Sieger

Mit seinem Sieg bei der Rallye Dakar 2018 hat Matthias Walkner Sportgeschichte geschrieben. Ein Überblick über die bisherigen Karriereschritte des Salzburgers.

22.01.2018 APA

Motorradfahrer Matthias Walkner hat am 20. Jänner 2018 Sportgeschichte geschrieben. Der Salzburger gewann als erster Österreicher die Rallye Dakar, die legendärste Rallye der Welt. “Ein Traum wurde wahr”, so der 31-jährige.

Best of Bike: Matthias Walkner gewinnt die Dakar 2018

MX3-Weltmeistertitel 2012

Walkner hat schon als Motocrosser alle Konkurrenten hinter sich gelassen und sich 2012 den WM-Titel in der MX3-Klasse geholt. Im folgenden Jahr wechselte der Kuchler zum Rallyesport und ins KTM-Werksteam. Maßgeblich dafür war Heinz Kinigadner. Kinigadner war vor Walkner der letzte Österreicher, der eine Dakar-Etappe gewonnen hatte (2000), als diese noch in Afrika gefahren wurde.

Vom Motocross zum Rallye-Sport

Der zweifache Motocross-Weltmeister und siebenfache Dakar-Starter Kinigadner wechselte danach ins Management der oberösterreichischen Motorradherstellers, für den er noch als Berater tätig ist und für den er Walkner holte. “Wir haben über meine Zukunft im Motorsport geredet. Er hat gesagt, das Beste, was du machen kannst, ist den Rallye-Sport zu probieren”, sagte Walkner über seinen Mentor.

Doku “One Track Back” – produziert noch vor Walkners Dakar-Sieg

Neue Herausforderungen

2014 absolvierte Walkner in Griechenland seine erste Rallye, die er gleich gewann, und bereitete sich danach intensiv darauf vor, nach dem Wechsel vom Motocross-Sport mit einer Renndauer von einer guten halben Stunde pro Lauf auf der Langstrecke mit mehrstündigen Etappen bestehen zu können. Einer seiner Trainingspartner war dabei sein enger Freund Marcel Hirscher. Für eine möglichst entspannte Position auf der KTM hatte zudem Hirschers Trainer-Vater Ferdinand wichtige Tipps parat.

Krankheit, Unfall, zweiter Platz … und Sieg

Die Dakar, die nach drei Jahrzehnten in Afrika wegen Terrordrohungen den Kontinent verließ und seit 2009 in Südamerika ausgetragen wird, forderte zunächst aber Tribut. Bei seinem Debüt 2015 gewann Walkner zunächst eine Etappe, musste danach aber krankheitsbedingt aufgeben. 2016 lag Walkner auf Rang drei, als er sich bei einem Sturz einen Oberschenkelbruch zuzog und ein halbes Jahr pausieren musste. Doch der Bruder der zweifachen Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner kam zurück und stand im vergangenen Jahr als Gesamt-Zweiter als erster Österreicher auf dem Podest.

© Bild: Dan Istitene/Getty Images

Neues Córdoba für Österreich

Bei der 40. Dakar-Auflage legte der KTM-Werksfahrer noch einen Gang zu und gewann überlegen. “Es ist ein unglaubliches Gefühl. Es wird dauern, bis ich realisiert habe, was hier passiert ist. Das ist surreal”, meinte Walkner nach der Marathon-Rallye über 14 Etappen und 8.276 Kilometer durch Peru, Bolivien und Argentinien. “Ich war in der Früh sehr nervös, aber schließlich hat alles gut geklappt”, erzählte Walkner nach seinem Triumph im Zielort Córdoba, wo vor 40 Jahren Österreichs Fußball-Nationalmannschaft mit einem WM-Sieg über Deutschland rot-weiß-rote Sportgeschichte geschrieben hatte.

© Bild: APA / Rainer Waxmann

Steckbrief Matthias WALKNER

Geboren: 1. September 1986 in Kuchl/Salzburg (31 Jahre)
Größe/Gewicht: 1,75 m/85 kg
Familienstand: ledig
Wohnort: Kuchl/Salzburg
Beruf: KTM-Werksfahrer
Hobbys: Mountainbike, Grillen
Website: www.matthiaswalkner.com

Größte Erfolge

Rallye

  • Sieger Rallye Dakar 2018
  • 2. Platz Rallye Dakar 2017
  • Drei Etappensiege bei Rallye Dakar (2015, 2017, 2018)
  • Cross-Country-Weltmeister 2015
  • WM: Sieg Sardinien 2015 und Marokko 2017

Österreichs Motorsportler der Jahre 2012 und 2015

Motocross

  • Weltmeister MX3 2012, WM-Dritter MX3 2013
  • Sieger EM-Lauf 2009, EM-Gesamt-Fünfter 2009
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