High Tech-Handschuhe sollen Formel 1-Fahrer ab 2018 überwachen

Neue Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit von Formel 1-Piloten: Bereits ab 2018 sollen biometrische Handschuhe Vitalparameter in Echtzeit an die medizinischen Betreuer übermitteln.

07.10.2017 Online Redaktion

Neben dem umstrittenen Cockpit-Schutz Halo wird ab 2018 noch eine weitere Neuerung in der Formel 1 eingeführt, die die Sicherheit der Piloten erhöhen soll. Biometrische High Tech-Handschuhe sollen in Zukunft eine bessere medizinische Betreuung der Fahrer im Notfall ermöglichen, indem sie Vitaldaten in Echtzeit zur Verfügung stellen. Ein drei Millimeter dicker, in das Material der Handschuhe eingenähter Sensor soll Vitaldaten wie den Pulsschlag der Fahrer erfassen und an die medizinischen Betreuer senden. So sollen sich diese im Fall eines Unfalls sofort ein Bild über den Zustand des jeweiligen Piloten machen können, anstatt ihn erst einer Untersuchung unterziehen zu müssen.

Vorerst werden Puls, Sauerstoffgehalt im Blut überwacht

Im Vorfeld des Grand Prix von Japan in Suzuka wurde bekannt, dass die Handschuhe bereits ab der kommenden Saison eingesetzt werden sollen. Vorerst werden nur Puls und Sauerstoffgehalt im Blut überwacht, zu einem späteren Zeitpunkt sollen aber auch Daten zur Atmung und Temperatur erfasst werden .Ian Roberts und Alan van der Merwe, zwei Angestellte des Automobil-Weltverbandes (FIA), leiten das Projekt.

Wichtige Informationen für Ärzte

Ein gutes Beispiel für Situationen, in denen die biometrischen Handschuhe die medizinische Versorgung optimieren könnten, ist der Trainingsunfall von Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz Jr. beim Grand Prix von Russland in Sotschi 2015: Nach dem Crash war der Spanier von Teilen der Streckenbegrenzung bedeckt worden. Erst nachdem die Trümmer entfernt worden waren, konnten sich die Ärzte ein Bild über den Zustand des verunglückten Toro Rosso-Fahrers machen.

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