Formel 1: Mick Schumacher testet Ferrari und Alfa Romeo

Michael Schumachers Sohn Mick wird in Bahrain sein Testdebüt für die Formel 1 geben – und das gleich im Ferrari.

26.03.2019 APA

Nach seinem Debüt in der Nachwuchsklasse Formel 2 wird Mick Schumacher seinen allerersten Test in der Formel 1 gleich im Ferrari absolvieren. In Bahrain, wo sein Vater 2004 für die Scuderia Premierensieger gewesen war, wird Schumacher nächsten Dienstag den SF90 probefahren und dann an Sebastian Vettel übergeben. Tags darauf testet der 20-Jährige in der Wüste für das Partnerteam Alfa Romeo weiter.

“Total aufgeregt”

“Ich bin natürlich total aufgeregt und möchte mich bei Ferrari und Alfa Romeo für diese Gelegenheit bedanken. Ich freue mich auf diese großartige Erfahrung”, erklärte Schumacher. “Im Moment lege ich aber alle Gedanken an den Test bewusst beiseite, weil ich mich auch sehr auf mein erstes Formel-2-Rennen freue und ich mich zu 100 Prozent auf das kommende Wochenende konzentrieren will.” Alfa Romeo teilte zudem mit, dass auch Callum Ilott später in Barcelona anlässlich der Rookie-Tests einen Tag im C38 sitzen werde. Auch der Brite startet in der Formel 2.

Rasanter Aufstieg

Mick Schumacher hat den Aufstieg ins Rahmenprogramm der Motorsport-Königsklasse geschafft und bestreitet kommenden Samstag und Sonntag im Rahmen des zweiten Formel-1-Saisonrennens 2019 seine ersten Rennen in der Nachwuchsklasse Formel 2. “Das Beste aus mir rauszuholen”, gab er als oberstes Ziel aus, “wieder soviel zu lernen wie möglich, so viele Informationen zu sammeln, wie es geht, und auch mit so vielen Menschen wie möglich zu arbeiten, die alle in ihrem speziellen Bereich Profis sind.” Mit dieser Herangehensweise hatte Mick Schumacher bisher Erfolg. Im vergangenen Jahr gewann er die Formel-3-EM, entschied sich dann für den Sprung in die Formel 2, wurde Mitte Jänner in die Nachwuchsakademie von Ferrari berufen. Und jetzt kommen auch noch seine ersten Formel-1-Tests. Im Zeitraffer liest sich die Entwicklung von Mick Schumacher ziemlich rasant.

Ralf Schumacher: “Man sollte ihm Zeit lassen”

“Man sollte ihm alle Zeit lassen. Es ist wichtig, dass man schaut, gibt es eine Lernkurve oder nicht. Ich mache mir da gar keine Gedanken. Ob er dann auf Gesamtsieg fahren kann, das spielt jetzt erst mal keine Rolle”, warb sein Onkel Ralf Schumacher vor dem Formel-2-Auftakt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur um Geduld. “Man sollte ihn ein bisschen mehr in Ruhe und sich erstmal entwickeln lassen. Das hat bis jetzt super geklappt, in der Formel 4 und der Formel 3. Das wird auch jetzt super klappen.”

Mick Schumacher scheut Vergleiche mit seinem Vater nicht

Die Karriereleiter erklimmt Mick Schumacher stetig. Und auch die ständige Erinnerung an die Erfolge seines Vaters nimmt der Teenager äußerlich tiefenentspannt. “Mit meinem Vater verglichen zu werden, war nie ein Problem für mich. Mit dem besten Fahrer in der Formel-1-Geschichte verglichen zu werden, ist das Ziel, das man erreichen will”, versicherte Mick Schumacher in einem Video seines Prema-Rennstalls. “Ich fühle mich geehrt, mit ihm verglichen zu werden.”

Im Sommer 2017 hatte Schumacher junior vor dem Großen Preis von Belgien im Benetton Ford von 1994 sogar eine Ehrenrunde drehen dürfen. Es war eine Verneigung vor seinem Vater, der 25 Jahre zuvor in Spa-Francorchamps den ersten Formel-1-Sieg seiner Karriere im Benetton gefeiert hatte. Sieben WM-Titel, davon allein fünf im Ferrari, sollten folgen. Seit einem schweren Skiunfall Ende Dezember 2013 wird Michael Schumacher von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Jetzt Autorevue JAHRESABO & VIGNETTE sichern um nur € 125,90 statt € 148!
Wählen Sie zwischen der Klebe- und Digitalen Vignette.
 
Hier bestellen
Mehr zum Thema