Jenson Button bei den Testfahrten in Jerez
Die Hinterradaufhängung als das Zünglein an der Waage.
 

Formel 1: McLaren sieht seinen Vorteil

Spezielle Aufmerksamkeit bekommt derzeit die Hinterradaufhängung des neuen MP4-29, eine Art “Wunderwaffe” für den Rennstall.

30.01.2014 APA

Die Testfahrten im spanischen Jerez verlaufen für den Formel-1-Rennstall McLaren derzeit nach Wunsch. Spezielle Aufmerksamkeit bekommt das Heck des neuen MP4-29, eine Art „Wunderwaffe“ die einen wesentlichen Vorteil in der Saison bringen kann. Das Traditionsteam hat es nämlich geschafft, die Hinterradaufhängung als “Zusatzflügel” zu nutzen.

Beamwing nicht mehr Regelkonform

Zwar spricht derzeit alles über die neuen “Nasen” der Boliden, die nur noch maximal 18,5 Zentimeter über den Boden ragen dürfen, doch der Schlüssel zum Triumph in der am 16. März in Australien beginnenden Saison liegt im Heck. In diesem ist das untere Flügel-Element, der sogenannte Beamwing, nicht mehr erlaubt, auch wurde das Hauptelement verkleinert. Für die Ingenieure bestand deswegen Handlungsbedarf, den dadurch verlorenen Abtrieb zu kompensieren.

Jenson Button mit Bestzeit in Jerez

Die beste Lösung dafür dürfte McLaren gefunden haben: Das Traditionsteam hat Querlenker und Spurstangen der Hinterradaufhängung so verkleidet, dass ein zusätzliches Flügelprofil geschaffen worden ist, mit dem der verlorene Abtrieb zurückgewonnen werden soll. Dass dieses Konzept funktioniert, bewies die Mittwoch-Bestzeit des englischen Ex-Weltmeisters Jenson Button in Jerez de la Frontera.

McLarens Geheimwaffe

Ferraris Technikdirektor James Allison erklärte am Rande der Testfahrten in Jerez de la Frontera, dass die McLaren-Lösung “interessant ausschaut” und er sie noch genauer unter die Lupe nehmen wolle. Laut dem ehemaligen Formel-1-Designer und Jordan-Technikchef Gary Anderson generiert das Konzept des Traditionsteams mehr Anpressdruck bei niedriger Geschwindigkeit und reduziert zusätzlich den Luftwiderstand im Hochgeschwindigkeitsbereich. “Das könnte McLarens Geheimwaffe sein”, schrieb Technikexperte Anderson in seiner Analyse für “autosport.com”.

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