Ron Dennis
Ron Dennis feiert ein gelungenes Comeback.
 

Formel 1: Das Comeback von McLaren

Das Comeback von Ron Dennis ist gelungen. Die Regeländerungen 2014 und die neuen Boliden spielen derzeit McLaren in die Karten.

28.03.2014 APA

Die Regeländerungen 2014 und die neuen Boliden spielen derzeit McLaren in die Karten. Beim Auftakt konnten beide Fahrer vom Podest aus jubeln und für Malaysia ist die Richtung auch vorprogrammiert. “Wir sind hier, um zu gewinnen”, umriss Boss Ron Dennis vor dem Großen Preis von Malaysia das Ziel.

Führung in der Team-Wertung

Beim Saisonauftakt in Melbourne untermauerte McLaren seine neue Stärke. Rookie Kevin Magnussen und Routinier Jenson Button belegten hinter dem souveränen Sieger Nico Rosberg überraschend die Plätze zwei und drei. McLaren übernahm damit gleich die Führung in der Team-Wertung.

Podestplatz dank Ricciardo-Disqualifikation

Mit dieser starken Vorstellung bestätigte der Rennstall seine vielversprechenden Leistungen von den Testfahrten. Dass Button seinen 50. Podestplatz nur wegen der nachträglichen Disqualifikation von Vettels Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo geschenkt bekam, schmälert den überzeugenden McLaren-Auftritt nicht.

Steigerung vor Hitzeschlacht

Bei der Hitzeschlacht in Sepang soll es am kommenden Sonntag (Start: 10.00 Uhr MESZ/ORF 1, RTL und Sky) noch besser werden. “Wir sind 0,5 Sekunden schneller als in Melbourne”, kündigte Dennis einen großen Schritt nach vorn an. Der blieb im Freitagstraining zunächst aus. Weder Button (4. und 8.) noch Magnussen (5. und 12.) schafften es in den beiden Einheiten in die Top 3.

Ron Dennis bringt McLaren auf Erfolgskurs

Dennoch: Mit Dennis’ Rückkehr in die Formel 1 ist ein Ruck durch das Team gegangen. Offiziell fungiert der 66-jährige Brite weiter “nur” als Geschäftsführer der McLaren Group. Aber faktisch führt er das Kommando, auch wenn der von Lotus geholte Eric Boullier Renndirektor ist.

Button über Comeback erfreut

“Es ist gut, dass Ron zurück ist”, urteilte Button. “Er tritt uns auf die Füße, wenn es nötig ist.” Im Interview der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Freitag) sagte er: “Er hat dieses Team aufgebaut und so viele Titel gewonnen. Dorthin, an die Spitze, wollen wir zurückkehren, und dabei wird uns Ron helfen.”

Rücktritt 2007

Dennis musste im Zusammenhang mit dem Spionage-Skandal um Ferrari 2007 als Teamchef zurücktreten. Zudem musste der Rennstall die Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar an den Internationalen Automobil-Verband (FIA) bezahlen. Von diesen Rückschlägen und Belastungen scheint sich McLaren erholt zu haben.

Button Titelhungrig

Button spricht schon vom WM-Titel. “Ich will Sebastian die Nummer 1 wieder abnehmen”, sagte der mit 34 Jahren zweitälteste Fahrer im Feld. Aber dass dies kein Selbstläufer wird, stellte Button gegenüber der “FAZ” auch klar: “Den Glauben darfst du nie verlieren. Aber das Leben in der Formel 1 ist unberechenbar, das habe ich gelernt in all den Jahren und deshalb will ich nicht allzu weit voraus schauen.”

Noch ist Mercedes vorn

Button und Magnussen sehen das Mercedes-Werksteam momentan noch deutlich vorn. “Aber wir machen Druck”, betonte der Brite. Um sich optimal für den zweiten Saisonlauf vorzubereiten, flogen er und sein junger Teamkollege nach dem Australien-Grand-Prix trotz des Reisestresses in die Fabrik nach Woking zurück, um dort an der Weiterentwicklung des MP4-29 mitzuwirken. Danach machte sich der Hobby-Triathlet in einem Trainingscamp fünf Tage lang intensiv für die Hitze und die extreme Luftfeuchtigkeit beim Tropen-Grand-Prix fit. “Ich bin für das Wochenende vorbereitet”, versicherte Button.

Gelungener Einstand von Magnussen

Magnussen bleibt trotz seiner fantastischen Premiere bescheiden. “Ich versuche, mein Bestes zu geben”, sagte der 21 Jahre junge Däne. Zugleich sprüht der Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Jan Magnussen vor Ehrgeiz: “Wir haben noch nichts gewonnen. Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen, aber nicht weit weg.” Dennis traut dem systematisch von McLaren aufgebauten Talent zu, “eines Tages Weltmeister zu werden”.

Die Besten

Er stünde dann in einer Reihe mit Größen wie Niki Lauda, Ayrton Senna, Alain Prost oder Mika Häkkinen. Bisher zwölf Fahrertitel, acht Team-Trophäen, 182 Siege und 155 Pole-Positions zählen zu den Erfolgen des nach Ferrari zweitältesten Rennstalls. Es wäre überraschend, wenn Button und Magnussen diese Bestmarken nicht wenigstens teilweise steigern könnten.

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