Fernando Alonso
1.571 Punkte hat der Spanier in seiner bisherigen Formel-1-Karriere gesammelt
 

Alonso mit Blick auf 2014

Der spanische Formel-1-Fahrer Fernando Alonso muss sich derzeit Sebastian Vettel unterordnen und Kräfte für die nächste Saison sammeln.

25.10.2013 APA

 

Der Formel-1-Weltmeister 2013 wird Sebastian Vettel heißen, damit rechnet auch Fernando Alonso, der als einziger Verfolger noch theoretische Chancen auf den Titel hat. “Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann er Weltmeister wird”, sagte der Spanier vor dem Formel-1-Grand-Prix von Indien. Bei 90 Punkten Vorsprung dürfte es bereits am Sonntag unweit von Neu-Delhi soweit sein.

Täglich grüßt der Weltmeister

Alonso dagegen muss wieder einmal auf das nächste Jahr hoffen. 2010 ist der Superstar zu Ferrari gewechselt, zum dritten Mal in vier Jahren dürfte er sich in der Endabrechnung nur Vettel geschlagen geben müssen. “Ich bin erst 32, das ist nicht das letzte Jahr meiner Karriere”, beruhigte Alonso. “Ich bin mir sicher, dass ich noch Chancen bekommen werde.”

Neue Regeln, neues Glück

Ferrari hofft auf ein neues technisches Reglement, das den Vorsprung von Red Bull eindämmen soll. Neue Motoren bedingen völlig neue Autos. Die Italiener wollen dabei ihre Finanzkraft ausspielen. “Ich muss dem Team vertrauen”, erklärte Alonso. “Ferrari hat die Chance. Wir haben die Infrastruktur, die Motivation und die Leute, um erfolgreich zu sein.”

Räikkönen kommt

Derzeit fährt Alonso vor allem im Qualifying hinterher. Sein Auto ist dadurch trotz Ausnahmeleistungen am Start und im Rennen nicht siegfähig. Die Beschwerden darüber sind Ferrari sauer aufgestoßen. Präsident Luca di Montezemolo hat seinen Starpiloten in der Sommerpause zurechtgewiesen und ihm mit Kimi Räikkönen ab 2014 einen starken Teamkollegen vor die Nase gesetzt.

Konkurrenzkampf

Räikkönen macht sich keine Sorgen über die Leistungsfähigkeit seines zukünftigen Teams, mit dem er 2007 bereits Weltmeister war. “Wenn ich nicht davon überzeugt wäre, hätte ich die Entscheidung nicht getroffen.” Den braven Domestiken wie Felipe Massa wird der Finne aber nicht geben. “Die Interessen von Ferrari kommen vor allen anderen”, schwor Teamchef Stefano Domenicali seine Mannschaft ein.

Minimalziel

Alonso will die Italiener zumindest noch zu Rang zwei in der Konstrukteurs-WM führen. Red Bull ist auch dort außer Reichweite. “Es sind ein Team und ein Fahrer, die in den letzten Jahren vor uns waren”, erklärte der Weltmeister von 2005 und 2006. “Wir müssen ihnen gratulieren.” Vettel könne noch sehr viel erreichen. Alonso: “Er hat das Potenzial, alle vier ausständigen Rennen zu gewinnen.”

Immer 100 Prozent

Für ihn selbst scheinen Podestplätze das Höchste der Gefühle. “Die Motivation ist immer da. Auch wenn ich am Wochenende mit Freunden Go-Kart fahre, bin ich auf 100 Prozent”, versicherte der Asturier. “In einem Formel-1-Grand-Prix ist das erst recht so. Es gefällt mir nicht, zu verlieren.” Auch wenn er sich in den vergangenen Jahren daran gewöhnen musste.

1.571

An seinem Ego scheint das nicht zu nagen. “Ich fahre derzeit die besten Rennen meines Lebens”, meinte Alonso. “Wenn ich ins Bett gehe, bin ich trotzdem extrem stolz.” Zuletzt in Suzuka hat er einen neuen Rekord für Karrierepunkte in der Königsklasse markiert. In Indien trägt der Spanier entsprechend die Zahl 1.571 auf seinem frisch lackierten Helm.

 

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