Stefano Domenicali beim GP von Australien 2015
Marco Mattiacci soll der Nachfolger von Domenicali werden.
 

F1: Führungswechsel bei Ferrari in Chefetage

Der heftig in der Kritik stehende Stefano Domenicali ist als Ferrari-Teamchef zurückgetreten. Sein Nachfolger steht fest.

14.04.2014 APA

Stefano Domenicali ist laut der italienischen Zeitung “Gazzetta dello Sport” als Ferrari-Teamchef zurückgetreten. Wie die Zeitung ohne Angabe weiterer Quellen berichtete, reichte der heftig in der Kritik stehende Domenicali beim Formel-1-Team am Montag offiziell seinen Rücktritt ein.

Ferrari bestätigt Meldung

Ferrari bestätigte am frühen Montagnachmittag den Rücktritt von Teamchef Stefano Domenicali. Sein Nachfolger werde Marco Mattiacci, teilte die Scuderia mit. Mattiacci war zuletzt Chef von Ferrari Nordamerika.

Stellungnahme von Domenicali

“Es gibt bestimmte Momente im Arbeitsleben, in denen man den Mut haben muss, schwierige und schmerzliche Entscheidungen zu treffen. Ich wünsche allen, dass sie bald wieder auf das Niveau zurückkehren können, das Ferrari verdient”, teilte Domenicali mit. Er bedauerte zugleich, “nicht das geerntet zu haben”, was in den vergangenen Jahren gesät wurde.

Montezemolo mit Lob

Ferrari-Patron Luca di Montezemolo dankte Domenicali, der 1991 zur Scuderia gekommen war. “Ich schätze und mag ihn, ich habe ihn in diesen 23 Jahren gemeinsamer Arbeit beruflich wachsen sehen und deshalb wünsche ich ihm allen Erfolg”, sagte der Fiat-Präsident. Di Montezemolo hob besonders das “große Verantwortungsbewusstsein” des nunmehrigen Ex-Teamchefs hervor, der “die Interessen von Ferrari immer über alles andere gestellt” habe, so auch am Tage seines Rücktritts.

Nachfolger von Jean Todt

Zuvor hatten auch weitere Medien die Ablösung vermeldet. Eine offizielle Mitteilung gab es dann am Montag. Domenicali hatte den Franzosen Jean Todt am 1. Jänner 2008 als Direktor der Sportabteilung abgelöst. Die Scuderia wartet seit 2007 auf einen Fahrer-Titel. In dieser Saison hat es das Piloten-Duo Fernando Alonso und Kimi Räikkönen, der vor sieben Jahren als bisher letzter Ferrari-Fahrer Weltmeister geworden war, noch nicht aufs Podest geschafft.

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