Mechaniker in der Box angefahren: Ferrari muss 50.000 Euro Strafe zahlen

Bei einem verpatzten Boxenstopp von Kimi Räikkönen erlitt ein Mechaniker in Bahrain einen Schien- und Wadenbeinbruch. Den Finnen trifft dafür aber offenbar keine Schuld, wie er im Interview erklärt.

09.04.2018 Online Redaktion

Ferraris Freude über Sebastian Vettels zweiten Saisonsieg beim Grand Prix von Bahrain wurde durch einen unglücklichen Unfall überschattet: Bei einem verpatzten Boxenstopp von Kimi Räikkönen wurde ein Mechaniker verletzt. Beim Reifenwechsel wurde der Mann vom Boliden des Finnen angefahren und erlitt dabei einen Schien- und Wadenbeinbruch. Ferrari wurde dafür zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt, wie die FIA am Sonntag Abend mitteilte.

Verfrühtes Signal als Unfallursache

Räikkönen war bereits losgefahren, während die Mechaniker noch am linken Hinterrad seines Ferraris arbeiteten. Der Mechaniker wurde von dem Boliden erfasst und ins Medical Center gebracht werden, wo der Bruch festgestellt wurde.

Video vom Unfall – Achtung, nichts für schwache Nerven:

Verfrühtes Signal als Unfallursache

Den Finnen trifft dabei aber keine Schuld: Er hatte zu früh signalisiert bekommen, dass der Boxenstopp abgeschlossen sei. “Ich habe gemacht, was ich machen muss. Ich habe grün bekommen und bin losgefahren”, sagte Räikkönen im Interview mit dem ORF. “Ich habe dann mitbekommen dass offensichtlich jemand angefahren wurde. Das ist natürlich sehr unglücklich gelaufen, aber wir haben eben dieses System, dass man losfährt, wenn das Licht von rot auf grün wechselt.” Wie es zu dem verfrühten Signal kommen konnte, wusste Räikkönen nicht. Auch zum Zustand des verletzten Mechanikers konnte er vorerst keine Angaben machen.

Räikkönen schied wegen des missglückten Reifenwechsels in der 36. Runde aus.

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