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Akku zu heiß: Renn-Tesla macht in Runde 2 schlapp

Vor dem Start der Electric Production Car Series im November testete Tiff Needell die Rennversion des Tesla Model S in Barcelona – doch er kam nicht weit.

11.07.2018 Online Redaktion

Das Tesla Model S sorgt mit seiner extremen Beschleunigung immer wieder für Erstaunen. Wer das Potenzial der Elektro-Limousine auf der Rennstrecke ausloten will, wird aber mitunter recht bald mit einem Problem konfrontiert: Um den Akku vor Überhitzung zu schützen, wird der “Reduced Power Mode” aktiviert. Das ist jetzt sogar bei einem Test der Rennversion des Model S für die Electric Production Car Series passiert: Bereits nach eineinhalb Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya drosselte der Elektro-Rennwagen die Leistung.

Technisches Problem als Mitursache für Leistungsabfall

Der Circuit de Barcelona-Catalunya hat eine Länge von 4,655 Kilometern, das Renn-Model S dürfte also etwa sieben Kilometer weit gekommen sein, bevor die Leistung gedrosselt wurde. Das Auto war bereits den ganzen Tag in der Sonne unterwegs gewesen, was zur raschen Überhitzung beigetragen haben dürfte. Die Crew stand mit Gebläse-Vorrichtungen zur Abkühlung bereit. Wie einer Sprecher der EPCS auf Anfrage des Auto-Blogs Jalopnik mitteilte, soll das Problem aber nicht nur auf die „standardmäßige“ Hitzeentwicklung bei voller Leistung zurückzuführen sein: Das Team habe festgestellt, dass die externen Temperatursensoren irrtümlich von der Klimaanlage getrennt worden waren, weshalb der Akku und andere Systeme trotz der hohen Temperaturen nicht gekühlt worden waren. „Es gibt immer ein Limit, wenn die Power voll ausgenutzt wird, aber die Grenzschwelle liegt viel höher wenn das Klimaanlagen-System korrekt funktioniert“, so der Sprecher. Der Fehler sei bereits behoben worden. 

EPCS-Saisonstart im November

Die EPCS-Saison startet – wohl bei deutlich niedrigeren Temperaturen – am 3./4. November im spanischen Jerez. Wie viele Runden es für die Teslas dabei zu absolvieren gilt, wird erst bekannt gegeben. Anfang des Jahres hat die FIA grünes Licht für den Start einer Tourenwagen-Rennserie für Elektroautos gegeben. Bis dato hat aber nur das Model S den erforderlichen FIA-Crashtest bestanden, die Teilnehmer der EPCS werden daher bis auf Weiteres alle Tesla fahren. Bereits in naher Zukunft könnten aber auch weitere Hersteller in der EPCS vertreten sein.

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