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F1: Ferrari testet Cockpit-Schutz “Shield”

Während dem ersten Freien Training für den GP Großbritannien hat Sebastian Vettel den neuentwickelten Cockpitschutz Shield getestet.

14.07.2017 APA

Der Ferrari des vierfachen Weltmeisters Sebastian Vettel wurde zu Beginn des ersten Freien Trainings am Freitagvormittag in Silverstone mit dem Cockpitschutz „Shield“ ausgerüstet. Die Verantwortlichen des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hoffen, die in das Chassis integrierte PVC-Schutzscheibe 2018 einführen zu können.

Shield statt  Halo-System

Sie wurde entwickelt als Alternative zum sogenannten Halo-System. Dieses basierte auf einem ringförmigen Bügel, der sich über den Helm des Piloten spannte. Mittig war er an einer Strebe fixiert. Vor allem aus optischen Gründen hatte das Halo-System Kritik hervorgerufen. Hinzu kam, dass es für Piloten möglicherweise schwieriger sein würde, nach Unfällen schnell aus dem Auto zu kommen. Halo hätte eigentlich in dieser Saison eingeführt werden sollen. Dieser Plan war aber gestoppt worden. Die Formel-1-Kommission lehnte das System im Sommer 2016 ab.

Schutz vor herumfliegenden Teilen

Mit einem Cockpitschutz soll die Gefahr für die Fahrer bei herumfliegenden Teilen beispielsweise nach Unfällen gebannt werden. In den vergangenen Jahren war es zu tragischen und teilweise tödlichen Zwischenfällen gekommen. 2009 war Felipe Massa in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. Er hatte die Saison vorzeitig beenden müssen und erst 2010 wieder Rennen fahren können. 2009 war in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen herumfliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

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