Mark Thompson/Getty Images

Wieso Fernando Alonso nun doch bei McLaren bleibt – und was er sich davon erhofft

Nach der Trennung von Motorenpartner Honda will Fernando Alonso es weiterhin mit McLaren versuchen – “wir haben nie vergessen, wie man gewinnt”

Veröffentlicht am 20.10.2017

Spätestens seit seinem Auftritt bei den 500 Meilen von Indianapolis im Mai ist Fernando Alonso in den USA kein Unbekannter mehr. Austin als Ort der Bekanntgabe seiner Zukunftsentscheidung dürfte deshalb nicht ganz zufällig gewählt worden sein. Im Vorfeld des Grand Prix der USA in Texas teilte Alonso mit, dass er seine Karriere bei McLaren fortsetzen wird. Der 36-jährige Spanier wird kommendes Jahr für McLaren-Renault fahren.

Kein einziger Podestplatz für Alonso & McLaren 2.0

2005 und 2006 war Alonso mit Renault Weltmeister geworden. Der Asturier wechselte anschließend zu McLaren, verließ die Briten aber nach nur einer Saison 2007 im Streit wieder. 2015 kehrte er zurück, schaffte es jedoch bei McLaren-Honda bis dato kein einziges Mal auf einen Podestplatz.

Alonso macht in Austin klar Schiff

Alonso hatte seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag von der sportlichen Perspektive abhängig gemacht. Seine Hoffnung auf einen Wechsel zu Mercedes oder Ferrari zerschlug sich relativ schnell, spätestens nachdem McLaren bei der Trennung von Honda Nägel mit Köpfen gemacht hatte, war die Sache klar. In Texas konnte Alonso schließlich alle Spekulationen beenden, die ihn in diesem Jahr überall hin begleitet hatten.

“Haben nie vergessen, wie man gewinnt”

Der 36-Jährige wird also auch in der kommenden Saison an der Seite des Belgiers Stoffel Vandoorne für McLaren starten. “Ich fühle mich hier wirklich zu Hause”, begründete er seine Entscheidung. Das Team habe die technischen und finanziellen Ressourcen für Erfolge. “Auch wenn die letzten Jahre schwierig waren, haben wir nie vergessen, wie man gewinnt”, versicherte Alonso.

Gemeinsame Reise “macht Sinn”

“Er ist einer der komplettesten und talentiertesten Rennfahrer. Es macht Sinn, dass wir unsere Reise gemeinsam fortsetzen”, sagte McLaren-Geschäftsführer Zak Brown. Über die genaue Laufzeit des neuen Vertrags wurde zunächst nichts bekannt. Angesichts des doch schon fortgeschrittenen Alters von Alonso und der Tatsache, dass nach der Saison 2018 einige Cockpits bei Topteams frei werden, wäre ein Ein-Jahres-Vertrag aber nicht unlogisch.

Alonsos Bucket-List

Bekannt ist hingegen das hintergründige große Ziel von Alonso, wonach er die wichtigsten drei Autorennen der Welt gewinnen will. Den Sieg beim Grand Prix von Monte Carlo hakte er bereits vor elf Jahren ab. Fehlen noch das Indy 500, bei dem er heuer auf Platz sieben liegend ausfiel, und die 24 Stunden von Le Mans. Für die Teilnahme an letzterem hat sich Alonso für 2018 schon die Freigabe von McLaren zusichern lassen. Nach der Trennung von Honda ist es für ihn möglich, das Rennen für einen anderen Hersteller zu bestreiten – etwa Toyota.


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