Unfall 24h Rennen von Fuglau
Fuglau 2012. Diesen Polo überschlug es gleich zu Rennbeginn, zwei weitere Autos sollten im Laufe des Rennens folgen. Gewiss wird auch die diesjährige Auflage nicht ohne Zwischenfälle ablaufen.
 

24 Stunden Rennen Fuglau mit eigenem Redaktionsteam

Wir sind mit einem Manta B und einem Citroen BX vertreten.

25.05.2013 Online Redaktion

Die 24 Stunden von Fuglau sind ein Rennen im nördlichen Niederösterreich, wo mit günstigem Gerät auf einer immerhin zur Hälfte befestigten Piste um die Wette gefahren wird. Die Erstausgabe voriges Jahr hat gezeigt, was für ein klasses Konzept das ist und der Erfolg war durchschlagend genug um dem Veranstalter heuer zwei Termine abzuringen – wohl wegen der großen Anzahl von Interessenten. Diese beiden Rennen haben allerdings leicht unterschiedliche Ausrichtungen.  Der Termin im Juni zielt ein bissl auf die ernsthaften Enduranceracer; ein Starterfeld voll Nipponblech und Zweier-Gölfen ist daher wahrscheinlich.

Team autorevue / hirnwixen.at in Fuglau

Das Rennen, bei dem wir – das Team autorevue /hirnwixen.at – hier und heute teilnehmen, fühlt sich eher denen verpflichtet, die lieber stilvoll untergehen, als die vierundzwanzig Stunden in einem von ein paar Stunden Staub komplett unbeeindruckten Corolla abzuspulen. Und die Teilnehmer haben hier wahrlich nicht enttäuscht.

Die häufigste Marke ist Lada mit fünf Autos, gefolgt von Alfa (Transaxle!) mit vier. Überhaupt stellen Italien sowie der ehemalige Ostblock fast die Hälfte der 45 teilnehmenden Fahrzeuge.  Aber die Vielfalt ist groß und die Autos durchwegs so selten und besonders, dass man fast Mitleid haben möchte mit Kadett B & Co auf Schotter und Staub. Nähere Betrachtung der allermeisten, gern mit PU-Schaum in Form gebrachten, Karossen bestätigt aber, dass sie GENAU HIERHER und sonst niergendwohin gehören. Als Ausnahme sei hier ein Fiat 850 erwähnt, der sich wahrscheinlich auch auf der Ennstal Classic ganz gut unters Volk mischen könnte.

Rennbedingungen

Der Start passierte á  la LeMans (mit Startschuss!) und dem Hinweis des Rennleiters, dass erstens das Rennen offiziell sowieso eine Gleichmäßigkeitsfahrt sei und man zweitens ein Langstreckenrennen nicht in der ersten Stunde gewinne, haben nicht wenige geflissentlich überhört. Bodenblech vom Schlüsseldreh! Einige Autos hat diese Behandlung ziemlich schnell in die Reparaturzone befördert, andere sind überraschend tapfer geblieben.

Unsere Autos

Wir sind übrigens mit einem Manta B und einem Citroen BX vertreten.  Allerfeinstes Material! In Kürze der nächste Bericht, er wird von kuriosen Pannen und heroischen Instandsetzungen handeln (von was auch sonst?). Stay tuned!

 

22:45 Erstes echtes Rennupdate!

Die versprochenen Pannen- und Instandhaltungsgschichtln müssen warten. First things first:

Ich habe soeben meinen ersten Stint im BX hinter mich gebracht! Jabistdu. Bei Nacht, Nieselregen und null Streckenkenntnis sind die ersten Runden einigermaßen einschüchternd. Links und rechts rauschen die Apparate vorbei, Dyane Kastenwagen (den richtigen Namen habe ich jetzt nicht parat) inklusive. Erster Gedanke: Die spinnen alle komplett. Zweiter: KEIN Auto hält dieser Tortur über eine so lange Zeit stand.

Aber man lernt die herzerweichenden Ächzer der Karosserie zu ignorieren und auch auf den ärgsten Waschbrettpassagen draufzubleiben. Dann lernt man, dass die Müdigkeit, die dem Motor nach langer Standzeit noch in den Knochen sitzt, fast nicht ins Gewicht fällt und dass die starken und toll zu dosierenden Bremsen keine Gegner kennen – und daher sehr wohl ins Gewicht fallen. Und dann, ja dann, findet man sich irgendwann selbst in der Position des Überholenden wieder, sogar im Kampf mit einem XJ40, der nach ein paar gemeinsamen Kurven aus der inzwischen sehr schmierigen Haarnadel vor dem Ziel rutscht (so wie ich in der Runde darauf). Auch ein Stallduell mit dem Manta ergibt sich für ein paar Runden. Leider schummelt sich kurz vor dem engen Bergauf-S ein Niva zwischen uns und das blaue Opel-Coupe mit rosa Spoiler entschwindet.  Bemerkenswert, wie ernsthaft die alten Geräte bewegt werden, bemerkenswert auch, dass es so gut wie keine Berührungen zwischen den Autos gibt.

Der BX hat sich seine Sporen jedenfalls verdient, so viel ist sicher. Keine Ausfälle bis auf ein Rücklicht und auch die Heckantriebsjünger haben Gefallen an der lastwechselsensiblen Hinterachse des Citroen gefunden. Und das alles bei 4 Tagen zwischen Autokauf und Rennen.

Hier gibt´s den Rennbericht zum Finale am Nordring 2013

 

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