Andreas Riedmann

Kaufberatung Fiat 124 Spider: Wechselhaft

Die Technik profitiert vom guten Teilenachschub, aber vieles davon ist fabriksneuer Müll. Dafür ist die Karosserie nicht ganz so schlecht wie befürchtet.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 10.09.2015

Natürlich ist der Rost ein Thema, das alle Spider-Besichtigungen begleitet, aber pauschale Verunglimpfung der Blechqualität ist dennoch nicht angesagt: Als Fiat in den frühen 70ern mit der Verwendung sowjetischen Recyclingblechs begann, mit dem sich Lada für die Technologielieferung bedankte, setzten die Rostprobleme massiv ein. Die Jahrgänge 1972 und 1973 gammeln überproportional heftig, und ab 1979 waren die Spider überhaupt deutlich besser gegen Korrosion geschützt. Die gravierendsten Schwachstellen, außer den auf nebenstehenden Fotos abgebildeten: Die Frontschürze rostet gerne, weil sie Schmutz und Feuchtigkeit gut festhält, Gleiches gilt für die Umgebung der Scheinwerfertöpfe. Die Übergänge von Innen- und Außenkotflügel vorne sind gefährdet, ebenso die Verbindungen von Kotflügeln und Luftleitblech, die Federdome, Türunterkanten, die Schweller auf der gesamten Länge, die Blechpartien unter den Schachtleisten und Emblemen, alle vier Radläufe, Tank, Heckblech und überhaupt das gesamte Heck, auch im Kofferraum. Auch der vordere Verdeckspriegel rostet, die Blasen sind dann durch den Stoff sichtbar. Das Verdeckgestänge sollte sich geschmeidig bewegen lassen, wie intakt der Bezugsstoff ist, ist leicht erkennbar.

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