Oldtimer: Wertvolle Tipps für den nächsten Kauf

Einsteigerfahrzeuge oder High-end: Womit erzielt man die höchsten Renditen? Hier erfahrt ihr alles zum Oldtimer-Kauf.

26.03.2018 Online Redaktion

Oldtimer sind mehr als nur Liebhaberstücke, Hobby und Leidenschaft von Autofans: Inzwischen haben auch weniger autobegeisterte Menschen das Wertsteigerungspotenzial von Classic Cars erkannt und investieren kräftig. So erregen spektakuläre Auktionen von Oldtimern auch über die Fachpresse hinaus großes mediales Aufsehen: Erst im vergangenen Jahr versteigerte Sotheby’s einen Aston Martin DBR1 für unglaubliche 22,5 Millionen US-Dollar. Doch auch unter weitaus günstigeren Wagen gibt es noch so manch motorisierten Goldschatz zu bergen. Wir geben Tipps für die nächste Investition.

Rendite nicht immer und nur unter bestimmten Voraussetzungen

Grundsätzlich und zuallererst sollte man sich überlegen, ob Oldtimer überhaupt die richtige Anlageform für einen sind: Nicht immer fahren sie wirklich Renditen ein, da die Voraussetzung dafür immer ein dankbarer Liebhaber als Käufer ist, der zudem bereit ist, den ideellen Wert des Fahrzeugs zu bezahlen. Dementsprechend sollte man sich von vornherein auch auf Verluste einstellen. Diese wiederum lassen sich leichter verkraften, wenn man sie durch Streuung des Anlagevermögens entweder anderweitig kompensieren oder man selbst zumindest ein Minimum an Leidenschaft für das Fachgebiet aufbringen kann.

In letzterem Fall kann man den Wagen selbst fahren, unter Umstände sogar eigenhändig instandsetzen, in jedem Fall aber erfreut man sich auch persönlich an dem Schmuckstück in der Garage. Wer noch nicht weiß, ob er diese Begeisterung für Classic Cars aufbringen kann, kann vorab eine Spritztour mit einem Mietwagen machen. Online findet man entsprechende Gutscheine fürs Oldtimerfahren – darunter sind auch Möglichkeit in Österreich zu finden.

Möglichst nur Fahrzeuge in gutem Zustand erwerben!

Vor allem wer ein schmaleres Budget zur Verfügung hat, sollte sich vor dem Kauf einen genauen Überblick über den Zustand des Wagens verschaffen und keine Fahrzeuge der Zustandsnote 4 oder schlechter erwerben. Denn die Kosten für eine umfassende Instandsetzung stehen meistens nicht im Verhältnis zum Aufpreis für einen besser erhaltenen Wagen.

Peter Steinfurth, Chefredakteur der Fachzeitschrift Oldtimer Markt, bringt es auf die Formel: “Das bessere Auto ist immer der bessere Kauf.” Es sei deutlich teurer, Fahrzeuge mit Zustandsnote 3 in eine Note 2 zu verwandeln als direkt den besser erhaltenen Wagen zu kaufen. Dennoch können Interessierte bei den meisten Autos mit Zustandsnote 3 in der Regel bedenkenlos zugreifen. Ein finanzielles Polster sollte man jedoch selbst bei top erhaltenen Fahrzeugen immer einplanen: Zwischen 750 und 2.000 Euro geben Oldtimerbesitzer jährlich für die Instandhaltung aus.

Einsteigerfahrzeuge oder High-end: Womit erzielt man die höchsten Renditen?

Bleibt noch die Wahl des Fahrzeugs zu klären – denn Oldtimer ist bekanntlich nicht gleich Oldtimer. Wer große Gewinne einfahren möchte, muss nämlich tiefer in die Tasche greifen: “Wer richtig Gewinn machen will, fängt nicht unter 100.000 Euro an”, erklärt der Marktanalyst Frank Wilke der deutschen Zeitung “Die Welt”. Auf Auktionen bekommt man einen ersten Eindruck des Marktes: So sorgen bei Sotheby’s regelmäßig Sportwagen wie der Aston Martin DBR1 (22,55 Millionen Dollar) oder zuvor der Jaguar D-type XKD 501 (21,78 Millionen Dollar) für Rekorde. Auch mit Ferraris macht man mit hoher Wahrscheinlichkeit nach ein paar Jahren satte Gewinne.

Doch es geht auch bodenständiger: So hat der VW Bulli in den letzten Jahren prozentual den höchsten Gewinnanstieg zu vermelden. Demnach stieg der T2-Bus innerhalb von zehn Jahren um starke 236 Prozent im Wert. Eine gute Recherchequelle für interessierte Käufer ist der jährliche Oldtimer Index des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Während der gesamte zuletzt nur langsamer um 1,4 Prozent zulegen konnte, so taten sich einzelne Modelle wie der BMW 320 besonders hervor. Den Langzeitvergleich führt abermals der VW-Bus T2 an.

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