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Ausgebrannter Tesla zeigt Unklarheiten bei Entsorgung von Elektroauto-Batterien auf

Der Fall eines ausgebrannten Teslas zeigt Schwierigkeiten bei der Entsorgung von Elektroauto-Batterien auf.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Nachdem vor rund sechs Wochen ein Elektroauto der Marke Tesla in Walchsee in Tirol (Bezirk Kufstein) nach einem Unfall ausgebrannt war, haben sich im Anschluss Schwierigkeiten bei der Entsorgung der Batterie ergeben. Es konnte laut einem Bericht des “Ö1-Mittagsjournals” vorerst kein Entsorger in Österreich gefunden werden, der das Wrack übernehmen wollte. Mittlerweile wurde der Akku aber von einem Tiroler Unternehmen übernommen.

Update: Akku wurde in Tirol entsorgt

Wie der ORF Tirol am Freitag berichtete, hat mittlerweile ein Tiroler Ausstatter von Autoverwertern den Lithium-Ionen-Akku für Forschungszwecke übernommen. Die Techniker von Tesla, die für den Ausbau der Batterie angereist waren, hatten nicht die nötige Ausstattung dabei, um die Batterie weiter zu zerlegen.

Die Karosserie wurde inzwischen zur Verschrottung gebracht, der 600 Kilogramm schwere Akku wurde vom Auto getrennt. Weil die Tesla-Techniker anschließend nicht mehr weitergekommen waren, wendeten sie sich in der Not an das Spezialunternehmen SEDA Umwelttechnik in Kössen. Das Unternehmen wird nun laut dem Bericht gemeinsam mit Tesla an künftigen Entsorgungslösungen für die Batterien der Elektroautos arbeiten.

Abschleppunternehmen überfordert

Bei einem Unfall vor sechs Wochen war der Tesla ausgebrannt. Seither stand das Wrack auf dem Parkplatz eines Abschleppunternehmens in Walchsee (Bezirk Kufstein). Das ursprünglich beauftragte Abschleppunternehmen war mit dem Ausbau der Batterie überfordert gewesen, nach einiger Zeit kamen schließlich Techniker von Tesla nach Walchsee, um die Lithiumbatterie auszubauen.

Keine Lizenz

Tesla hatte zwar eine Firma angegeben, an die man sich im Falle einer Entsorgung wenden soll, die hatte jedoch keine Lizenz dafür. Diese wird vom Verkehrsministerium ausgestellt, dort habe sich aber noch niemand von Tesla diesbezüglich gemeldet, hieß es aus dem Ministerium. Außerdem gibt es in Österreich auch kein Werk, das die Lithiumbatterien recyceln würde.

Umweltministerium sieht Verantwortung beim Hersteller

Für Christian Holzer, Sektionschef im Umweltministerium, ist klar, dass jeder, der eine Batterie in den Verkehr setzt, sie auch “unentgeltlich zurücknehmen beziehungsweise für Rücknahmestellen sorgen” muss. Derzeit gäbe es rund 30.000 Elektroautos in Österreich, die 150.000 Kilogramm Abfall produzieren, so der Verband der Österreichischen Versorgungsbetriebe.


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