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Google Sheep View: Kamera-Schafe auf den Färöern

Da Google keine Kamera-Autos auf die abgelegenen Färöer-Inseln schickte, nahm eine Einheimische das Projekt selbst in die Hand – und startete “Sheep View” mit fünf Schafen.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 11.11.2017

Seit dem vergangenen Sommer sind die Google Street View-Autos auch in Österreich unterwegs. Mit Hilfe der virtuellen 360 Grad-Aufnahmen aus der Straßenperspektive lässt sich (fast) die ganze Welt online erkunden. Bisher nicht auf Google Street View vertreten waren die Färoer: Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage haben es die Kamera-Autos des Internet-Giganten nicht auf die winzige Inselgruppe im Nordatlantik geschafft. Also beschloss eine Frau, die Sache selbst in die Hand zu nehmen – und stattete fünf Schafe mit 360 Grad-Kamerasystemen aus.

Kamera-Schafe statt Kamera-Autos

“Sheep View” nennt Durita Andreassen ihr Projekt, das Schlagzeilen machte. Nachdem die Färöerin das von den Schafen aufgezeichnete Videomaterial mitsamt der dazugehörigen GPS-Koordinaten auf Google Street View hochgeladen hatte, beschloss der Konzern, die Bemühungen zu unterstützen und stattete die Inselbewohner mit Kamera-Equipment aus. Touristen und Einheimische montierten diese an Autos, Fahrrädern, Pferden und sogar Scheibtruhen und machten weitere Aufnahmen, bis es am 1. November schließlich so weit war: Google gab offiziell bekannt, dass die Färöer ab sofort auch auf Street View vertreten sind.

Schafe, Pferde, Autos, Scheibtruhen …

Aktion soll Tourismus ankurbeln

Der Nutzen für die Einheimischen liegt auf der Hand: Durch die Aktion soll der Tourismus angekurbelt werden. Wie der britische Guardian berichtet, sollen die Besuchszahlen bereits gestiegen sein. Das aus 18 Inseln bestehende Archipel gehört zur dänischen Krone und liegt im Nordatlantik zwischen Schottland, Island und Norwegen und ist sowohl mit dem Flugzeug als auch per Schiff erreichbar. Oder – dank einer Frau und fünf Schafen – per Street View erkundbar:


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