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Ökologischer Fußabdruck: Autos vs. Hund, Katze und Goldfisch

Ökologischer Fußabdruck und Autos: Wie viel Energie benötigt eigentlich ein SUV pro Jahr? Und wie schneiden Haustiere gegen Autos ab?

30.06.2017 Online Redaktion

Beim viel zitierten „ökologischen Fußabdruck“ geraten immer wieder die Autofahrer schnell in den Fokus und werden mit „Luft-100er“ oder künftigen Verboten von Dieselfahrzeugen konfrontiert. Auch das Voranschreiten der Entwicklung von Elektroautos ist zu einem großen Teil dem Umweltgedanken geschuldet.

Wir werfen einige schwerwiegende Gegengewichte in die ökologische Waagschale: Hunde, Katzen, Hamster und Goldfische.

“Zeit den Hund zu essen?”

Das Ehepaar Brenda und Robert Vale ist im wahrsten Sinne auf den Hund gekommen. Sie haben, neben vielen anderen Fallbeispielen, berechnet, welche Bodenfläche ein Auto und im Vergleich dazu div. Tiere in Anspruch nehmen. Dazu zählt etwa die Fläche zum Anbau von notwendigem Futter, aber auch die Fläche, die gebunden wird, wenn durch Abfälle und Energieverbrauch Kohlendioxyd freigesetzt wird bzw. beim Auto die in Bodenfläche umgerechnete Energie, die für das Bauen oder Betanken verbraucht wird.

Im Buch “Zeit den Hund zu essen?” rechnet das Autorenehepaar vor:

Die “Öko-Berechnung” eines Hundes

  • Ein mittelgroßer Hund frisst durchschnittlich 264 Gramm Trockenfutter, bestehend aus 450 Gramm Frischfleisch und 260 Gramm Getreide – das sind im Jahr immerhin 164 kg Fleisch und 95 kg Getreide. Soweit so gut und schmackhaft. Für die Produktion von einem Kilogramm Hühnerfleisch haben Brenda und Robert Vale eine Fläche von 43 m² berechnet, für ein Kilo Getreide 13 m².
  • Die beispielhafte Endabrechnung ergibt daher: Für die Herstellung des Jahresverbrauches von Trockenfutter für einen Spaniel wird eine Fläche 0,84 Hektar benötigt, für einen deutschen Schäferhund gar 1,1 Hektar.

Und die “Öko-Berechnung” eines Autos

  • Für einen großen SUV wird jährlich, so die im Buch angegebene Berechnung, Energie von ca. 55 Gigajoule benötigt, um das Fahrzeug zu bauen und es zu betanken. Nun kann aber ein Hektar Land durchschnittlich 135 Gigajoule Energie liefern – das sind umgerechnet also nur 0,41 Hektar jährlich und somit weniger als die Hälfte als unsere oben berechneten, treuen Vierbeiner.

So schlagen sich Katze, Hamster und Goldfisch

So leid es uns für alle Tierfreunde auch tut, auch eine Katze kommt nicht wirklich gut weg: Für eine Katze wurde immerhin ein Flächenverbrauch von 0,15 Hektar pro Jahr berechnet – in etwa der gleiche Wert, den auch ein Golf aufweist. Aber auch ein Goldfisch hat immerhin noch einen ähnlich „Flächenverbrauch“ wie ein Handy. Und ein süßes Hamsterpärchen nimmt es immerhin mit dem Wert eines Plasmafernsehers auf.

Wie kann man die Umweltbelastung reduziert werden?

Übrigens: Tipps, wie man die Umweltbelastung durch Haustiere reduzieren kann, werden im Buch gleich mitgeliefert, etwa kein „Gourmettierfutter“ mehr zu kaufen, sondern stattdessen auf Abfallprodukte umzusteigen, die andernfalls ohnehin im Müll landen. Der ebenso genannte Ratschlag, ein Huhn statt eines Hundes oder einer Katze als Haustier zu halten, schließt den Kreis der Natur (siehe Berechnung zu Trockenfutter oben) und auch diesen Artikel.

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