Bis zu 299 km/h schnell: Honda CBR1000RR Fireblade SP
 

Liebe auf zwei Rädern

Der Jahrgang 2017 ist geprägt von der Umstellung auf die Abgasnorm Euro 4. Nach den ersten Tests darf festgestellt werden: Trotz sauber und leise sind da viel toller Klang, Emotion und enorme Kraft!

15.04.2017 Autorevue Magazin

© Bild: BMW

BMW R nineT Racer.
Einer der strahlendsten Sterne am Retro-Himmel ist die neue Racer. Wie auch die vier anderen Maschinen der R-nineT-Reihe gefällt sie durch die Reduktion auf das Wesentliche. Also sehr wenig Elektronik und keine Flüssigkühlung. Von der technischen Reife durften wir uns bereits bei einem Test im spanischen Bergland überzeugen, von der etwas unkommoden Sitzhaltung auch. Eckdaten: 1.170-ccm-Boxer, 110 PS, 116 Nm, 220 kg, über 200 km/h. € 15.900,–.

 

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Harley-Davidson Road King.
Milwaukee Eight heißt der neue Motor von Harley-Davidson, der mit dem auf 1.745 ccm vergrößerten Hubraum und den beiden Vierventil-Köpfen für mehr Punch und mehr Laufkultur sorgt. 90 PS sind nicht wahnsinnig viel, 150 Nm aber schon. Der Langhuber schiebt die 379 kg schwere Fuhre souverän und kraftvoll durch die Welt. In Kombination mit dem verbesserten Fahrwerk ist der Road King 2017 im Reich der Cruiser eine echte Macht. Günstig ist er halt nicht: € 28.795,–.

 

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KTM 1290 Super Adventure S.
160 PS, 140 Nm, V2 mit 1.301 ccm, 238 kg mit vollem 23-Liter-Tank, semiaktives WP-Fahrwerk und schräglagenabhängige elektronische Assistenzsysteme inklusive Kurven-ABS sind die Eckdaten der unfassbar kampfstarken 1290er Super Adventure S von KTM. Mit dieser Maschine fährt man nicht nur voll entspannt von Wien nach Gibraltar, sondern hat auch sehr gute Chancen, als Erster einer scharfen Partie beim Bergwirtshaus den Almdudler zu bestellen. € 19.398,–.

 

© Bild: KTM

KTM 1290 Super Duke R.
Schon die Vorgängerin hat sich weltweit den Adelstitel „The Beast“ erarbeitet, weil der bärenstarke V2 Mörder-Wheelies bis 250 km/h ermöglichte. Für 2017 hat KTM die 1290er Super Duke R nicht nur auf Euro 4 getrimmt, sondern noch näher an die hauseigene „Ready to Race“-Philosophie geführt. Die ersten Tests auf der Rennstrecke von Katar waren zutiefst beeindruckend. € 19.398,– sind kein Lercherl, aber 177 PS, 141 Nm und das volle Elektronikpaket ein guter Gegenwert.

 

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Yamaha MT-10 SP.
Das japanische Aushängeschild bei den Naked Bikes kommt heuer in einer edlen SP-Version um € 19.190,–. Der 160 PS und 111 Nm starke Reihenvierer erfreut die schnelle Gemeinde mit einem verbesserten Ansprechverhalten im unteren Bereich und der gewohnten Wahnsinnskraft bis knapp über 11.000 U/min. Ein Traum ist auch das semiaktive Öhlins-Fahrwerk, das für Straße und Rennstrecke gleichermaßen ein Gewinn ist. Japan schlägt zurück.

 

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Ducati SuperSport.
Aus Bologna kommt heuer eine geniale Sportmaschine jenseits von Superlativen. Ducati holt aus dem 943 ccm großen Testastretta-L-Motor 113 PS und 97 Nm – bei einem Gewicht von rund 205 kg, vollgetankt. Man kann die Superbikes am Racetrack nicht fordern, aber auch auf der Straße ist die SuperSport für alle ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Im Verkauf sowieso: Mit einem Preis von € 15.395,– ist sie im erregenden Reich von Ducati fast ein Schnäppchen.

 

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Moto Guzzi V7 III.
1967 brachte Moto Guzzi die legendäre V7. Jetzt, zum 50-Jahr-Jubiläum, kommt die V7 III, die optisch wunderbar an die Roaring Sixties erinnert – technisch aber zum Glück nicht. Zwar ist die V7 III kein Performance-Bike, das als letzter Schrei der Technik bezeichnet werden kann, aber mit dem neuen 750-ccm-Motor mit 52 PS und gutem Drehmoment, ABS und Sicherheits-Traktionskontrolle schwimmt die bildschöne Guzzi stolz auf der Retro-Welle. Ab € 9.799,–.

 

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Triumph Street Triple 800.
Die Briten schieben mit der brandneuen Street Triple RS eine 765-ccm-Dreizylinder-Maschine an den Start, die sich auf Bergwertungen vor den Großen nicht fürchten muss und auf technisch schwierigen Rennstrecken sehr hart austeilen kann. 123 PS, Big-Piston-Showa-Gabel, Öhlins-STX40-Federbein, M50-Brembos, Quickshifter, Traktionskontrolle, TFT-Cockpit – sagenhaft gut bestückt, die Street Triple RS! Es gibt auch eine S- und eine R-Version. Ab € 10.300,–.

 

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Honda CBR1000RR Fireblade SP.
Die Rakete des Jahres. Mit 192 PS ist sie zwar nicht die stärkste Supersportlerin, aber mit 195 kg (vollgetankt!) deutlich leichter als die Konkurrenz. Ausgestattet mit semiaktivem Öhlins-Fahrwerk und einer unfassbar ausgeklügelten Rennelektronik machte die Fireblade SP bei den ersten Tests klar, dass Honda die Krone der Superbikes wieder an sich reißen will. Das lange Warten hat sich gelohnt. 299 km/h Topspeed (elektronisch abgeregelt). € 25.990,–.

 

© Bild: Honda

Honda CB1100RS.
Die 1100er RS des Flügelimperiums ist schlicht der nackte Wahnsinn, der an die glorreiche Zeit der AMA-Superbikes erinnert. Der luftgekühlte 1.140-ccm-Reihenvierer leistet gute 90 PS und 91 Nm und besticht durch seidenweichen Lauf. Die hintere 180er-Walze wird stilecht von Stereo-Federbeinen gedämpft, vorne werkt ein golden schimmerndes Teleskop. Vollgetankt wiegt der charismatische Flügel 252 kg, er steht für € 15.490,– beim Händler.

 


BMW R nineT Urban G/S.

Mit Spannung erwarten wir die Testfahrt mit der Urban G/S aus der R-nineT-Reihe. Die Maschine mit den geländetauglichen Federwegen und dem 19-Zoll-Vorderrad erinnert optisch an die R80 G/S, welche in den frühen 80ern das Segment der Reiseenduros begründete. Der luft-/ölgekühlte 1.170-ccm-Boxer serviert 110 PS und 116 Nm und bringt über 200 km/h. Das wird locker reichen, um auf der 221 kg schweren Maschine große Zeiten zu erleben. € 15.550,–.

 

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Kawasaki Z900.
Nach der Präsentation im spanischen Bergland war klar: Die neue Z900 ist ein ganz großer Wurf! Der extrem sauber ansprechende und mit 125 PS für Straßenorgien ausreichend starke 948 ccm große Reihenvierer funktioniert brillant. In Verbindung mit dem neuen Gitterrohrrahmen und dem breit einstellbaren Fahrwerk hat man die Z900 derart klar im Griff, dass man keinen Gedanken an eine elektronische Traktionskontrolle verschwendet. 240 km/h Topspeed um € 10.750,–. Herrlich.

 

© Bild: Triumph

Triumph Street Scrambler.
Auf Basis der sehr erfolgreichen Street Twin fährt Triumph heuer mit der Street Scrambler in den Markt der klassischen Allrounder. Aus dem Twin mit 900 ccm werden 55 PS und 80 Nm geschöpft. Keine weltmeisterliche Leistung, aber dennoch großartig, weil das elektronische Motormanagement perfekt funktioniert. Die Maschine ist für die Straße sowie für Schotterpässe gleichermaßen gut geeignet, bringt es auf 180 km/h auf der Uhr und kostet keine Lawine: € 11.400,–.

 

© Bild: Moto Guzzi

Moto Guzzi Flying Fortress.
Mit dem Kürzel MGX-21 wird die wohl irrste Guzzi aller Zeiten bezeichnet: die Flying Fortress. Sie ist eine aufsehenerregende Sonderedition der California 1400 und stammt aus der Feder der Design-Legende Miguel Angel Galluzzi. Dass das 21-Zoll-Vorderrad das Einlenken naturgemäß nicht erleichtert, spielt keine übergeordnete Rolle. Der Auftritt der fliegenden Festung ist einfach überwältigend. Daten: 1.380 ccm, 96 PS, 120 Nm, 325 kg, rund 200 km/h Top-Speed. € 27.990,–.

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