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Geschenke: 6 Empfehlungen aus der Redaktion

Ob nun Weihnachten oder ein anderes großes Ereignis, es gibt fast immer Grund zu feiern, da können schon mal die Ideen ausgehen. Wir schaffen Abhilfe!

04.12.2016 Online Redaktion

Am dunkelsten ist die Nacht vor dem Morgengrauen. Bis dahin brauchen wir jedoch Hilfe von außen, wenn selbst unsere militant aktiven Freunde erklommene Gipfel auf ihren Instagram-Accounts durch Punschstand-Biedermeier ersetzen. Dem klassischen Vollrausch ziehen wir aber ein bleibendes Vergnügen vor. Darum hier die Weihnachtstipps der Redaktion:

1 – Kopfstück

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© Bild: Werk

Was nützt die ganze Hingabe an die Wahl des richtigen einspurigen Fahruntersatzes, die Überlegungen über Farbe, Styling, Reifen und Auspuff, wenn man dann ein Irgendwas aufzusetzen, das weder in Würde noch in Stil an das konfigurierte Fahrzeug heranreicht? Ganz schlecht das, aber ehrlich: es ist nicht einfach, einen wirklich coolen Helm zu finden, der nicht bloß den geschmacklichen Mindestanforderungen genügt (einfärbig, unauffällig, mehr traut man sich meist eh nicht auf die Wunschliste zu schreiben). Nun hat sich vor einem guten Jahrzehnt ein italienischer Lederhersteller dazu entschlossen, sein handwerkliches Geschick auch der Herstellung von Helmen zu widmen. Nebstbei sei erwähnt, dass Andrea Cardone Ltd. auch ganz wundervolle Taschen und Rucksäcke macht, aber helmmäßig tatsächlich ganz weit vorne steht, da sein Angebot in der Helmlandschaft recht einzigartig ist: Jethelme mit und ohne Visier, deren Rund mit wunderbarem Leder überzogen ist, in schicken zweifärbigen Designs mit Nummer, die ein bisschen an Billiardkugeln erinnern, in höchst ansprechendem Vintage-Styling oder einfärbig. Es kann ein schöner nächster Sommer werden. Zu beziehen sind die Helme unter anderem bei www.lederhelme.de. Preis: € 240,– (zzgl. Versandkosten).

Susanne Hofbauer

2 – Schluss mit Nageln

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© Bild: Werk

Nageln war noch nie mein Ding. Nageln kann von mir aus ein Tischler, Holz erlaubt das, verlangt dies in vielen Fällten geradezu. Nicht einmal mit so manch seltsamer Verbindungstechnik des Gas-Wasser-Installateursgewerbes konnte ich mich je wirklich anfreunden. Denn in meiner Maschinenbauwelt hat eine anspruchsvolle Verbindungstechnik ein Gewinde. Deshalb sind nicht Hammer und Zange mein bevorzugtes Werkzeug, sondern Schraube und Akkuschrauber. Und das gibt es jetzt auch für den Urlaub. Heringe zum Reinklopfen sind von gestern. Heute in Zeiten hochleistungsfähiger Akkuschrauber wird auch das Zelt, das Vorzelt, die Markise am Boden festgeschraubt. Natürlich nicht mit irgendwelchen Schrauben. Da baucht man schon spezielle Glasfiber-Gewindestäbe die sich zähelastisch in (fast) jeden Untergrund winden. Und das wichtigste: Auch wieder leicht herausgedreht werden können. Peggypeg Starterstet € 65,– (ohne Akkuschrauber) im Campingfachhandel und -versand.

Rudolf Skarics

3 – Voll Fett

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© Bild: Werk

Es mag als etwas spezielles Vergnügen gelten, heißes Fett auf sein altes Auto und in dessen Hohlräume zu sprühen, aber: Nur feinster Hohlraumschutz vermag verborgenes Rosten hintanzuhalten, das edle Fett macht auch spröden Unterbodenschutz wieder geschmeidig, obendrein kriecht es in Risse und Falze, und der Rost kann sich brausen. Ich bin schon früh dem Mike Sanders Konservierungsfett verfallen. Allerdings will es kompliziert versprüht werden, nämlich geschmolzen und auf 110 Grad erhitzt. Die normale Hohlraumschutz-Sprühpistole kann ich nicht empfehlen. Mit der Druckbecherpistole hingegen: Reines Sprühvergnügen (wenn nicht, ist der Druck des Kompressors zu hoch einjustiert), und dass die Pistole mit dem dreistellig erhitzten Fett eigentlich zu heiß ist zum Halten, fällt mit gefütterten Arbeitshandschuhen nicht so sehr auf. „Happiness is a warm gun“ sangen die Beatles in Anspielung an den Waffen-Deppen-Satz „Happiness is a warm gun in your hand”. Nachsatz: ein Punschtopf ist zum Schmelzen des Konservierungsfettes praktischer als ein Campingkocher. Verarbeitungsset (inkl. Heizköcher) € 127,50 www.mikesander.at

Martin Strubreiter

4 – Glück im Draht

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© Bild: Werk

Das „Love Car“ ist ein filigranes Drahtobjekt, so zart, dass man es am besten aufhängt – und mit der richtigen Beleuchtung kann man die Drahtlinien an die Wand projizieren. Dann wirkt es wesentlich größer als die 32x12x17 Zentimeter.

Heike Wanner arbeitet als freischaffende Künstlerin im Atelier STOSSIMHIMMEL in der Wiener Innenstadt und widmet sich der Schmuckkunst. Gerne skizziert sie mit Draht, und tatsächlich könnte man auf Fotos glauben, es handele sich hier um eine Zeichnung. Erst der Preis sorgt für Klarheit. Modelle dieser Art kommen auf 350 Euro.

Heike Wanner, Atelier STOSSIMHIMMEL, Stoß im Himmel 3/ 3a, 1010 Wien, www.hyke.net; www.stossimhimmel.net mail@stossimhimmel.net

David Staretz

5 – Ende Kalende

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© Bild: Autorevue

Wenn sich das alte Jahr dem Ende neigt, kann man entweder wehmütig zurückschauen oder freudig nach vorn blicken. Der Autorevue-Kalender ist die beste Mischung aus beidem, läutet er doch das neue Jahr mit unvergesslichen Momentaufnahmen aus dem alten ein. Zwölf ausgewählte Kompositionen aus Leidenschaft und Ästhetik erheben die Institution des Autokalenders von der schmuddeligen Busen-Blätterei für die Werkstatt zur betörenden Kunstform. Diese Autos stehen für sich selbst. Bestellen kann man den Kalender bei uns exklusiv im Shop.

6 – urneuzeitlich

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© Bild: Werk

Zeit ist relativ. Tausende Jahre können verstreichen, ohne dass der Kupferbrocken im Gestein davon Notiz nimmt. Wird er jedoch gefördert und in einem Computerteil wie einer Leiterplatte verwendet, machen fünf Jahre den Unterschied zwischen Neu- und Urzeit. Die Firma Trashdesign ermöglicht den kunstvollen Metallbahnen im Kunststoffrechteck ein zweites Leben für die Uhrzeit. Einst in Metallgehäusen vor der Umwelt versteckt, zeigen die Platten im Alter ihre filigrane Farbenpracht als Wanduhr. Schön eigentlich. Um 30 Euro. www.trashdesign.at

Julian Sparrer

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