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Studie zu den Generation Y & Z: So fahren die Millennials

Keiner versteht die Generation Y, die Automobilindustrie schon gar nicht. Der Jugend-trend-Monitor von marketagent.com versucht sich an einer Annäherung.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 05.10.2017

Jetzt strömen sie also auf den Automarkt. Selbstverliebte, größenwahnsinnige und faule Jugendliche. Das Smartphone in der Hand, schnell noch ein Selfie. Duckface, klick, Hashtag. Man nennt diese jungen Menschen die Generation Y & Z. Keiner versteht sie, die Autohersteller am allerwenigsten. Deswegen ist es Zeit für eine Annäherung. Marketagent.com versucht es mit dem Jugend-Trend-Monitor.

Millennials verstehen

Die nachfolgenden Generationen wollen alles anders machen. Sie versuchen sich an einer sanften Revolution, bei der die Zeit auf ihrer Seite steht. Weniger arbeiten und das von zu Hause aus, mehr reisen, viel erben, wenig sparen, mehr mieten, weniger kaufen… Die älteren stehen dem mit einer Ratlosigkeit gegenüber, die über den üblichen Generationenkonflikt hinausgeht. Deswegen ist es Zeit für klärende Worte.

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Sie heißen Generation Y, weil die jungen Menschen erstens nach der Generation X geboren wurden – die gerne bis zum Jahr 1980 gezählt wird – und zweitens, weil man ein „Y“ im englischen wie „why“ ausspricht, das bedeutet „warum“ und die besagten Jugendlichen hinterfragen ebenfalls alles. Alphabetisch völlig korrekt folgt darauf die Generation Z.

Jugendliche und der Führerschein

Ein weiterer Spitzname für diese Menschen ist „Millennials“. Sie gelten als die ersten Generationen die als Digital Natives aufwuchsen – weswegen 1980 als Geburtsstunde der Generation Y auch etwas arg früh gewählt ist. Marketagent.com konzentrierte sich bei seiner Umfrage jedenfalls auf Menschen zwischen 17 und 29 Jahren.

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© Bild: Keystone Features / Getty Images
Fahrschulen damals.

Grundlage fürs fahren ist der Führerschein und hier spielt der Stadt-Land-Effekt natürlich eine größere Rolle als das Alter. 75 Prozent aller Befragten halten einen Führerschein für wichtig. Eine Zahl, die vom Land getragen wird. Denn in der Stadt sind es lediglich 59,4 Prozent. Für 41,7 Prozent aller Jugendlichen ist ein eigenes Auto wichtig, allerdings nur für 32 Prozent aller Jugendlichen in der Stadt.

Elektromobilität, Carsharing und Uber

71,6 Prozent der männlichen Befragten finden Elektroautos toll, allerdings nur 63,1 Prozent der weiblichen. Immerhin sind sich 66 Prozent aller Befragten darin einig, dass Elektroautos etwas Positives sind. Beim Carsharing zeigten sich die Teilnehmer der Umfrage weniger enthusiastisch. 55,4 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer stehen diesem Konzept positiv gegenüber. Dabei gilt: je älter die Befragten, desto schlechter die Meinung über Carsharing. Zwischen 14 und 19 Jahren liegt die Zustimmung noch 58,9 Prozent. Zwischen 25 und 29 Jahren nur noch bei 44,6 Prozent.

Beim Thema Taxi kommt eine Bewertung wohl auf den Blickwinkel an. Immerhin fahren noch 52,3 Prozent der Befragten mit einem klassischen Taxi. Das mag auf den ersten Blick nach viel aussehen, bedeutet aber, gemäß der Umfrage auch, dass der Rest (47,7 Prozent) Uber benutzt. Einerseits mag das für manchen Beobachter ein überraschend geringer Anteil sein, andererseits zeigt es, dass Uber in der Lage war, innerhalb von dreieinhalb Jahren (die App wurde im Februar 2014 in Österreich eingeführt) die Hälfte eines Marktes zu übernehmen.

© Bild: Sean Gallup/Getty Images


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