E-Gitarren aus Motoröl-Kanistern

Von der Kreativität südafrikanischer Straßenmusiker inspiriert, fertigen zwei Brüder außergewöhnliche Instrumente aus gebrauchten Ölkanistern und Altmetall.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 16.08.2017

Die Geschichte von Bohemian Guitars beginnt in Südafrika. Gründer Shaun Lee war von der Kreativität der Straßenmusiker in seiner Heimatstadt Johannesburg beeindruckt: Wer sich kein Instrument kaufen kann, baut sich aus Materialien, die andere weggeworfen haben, einfach selber eines. Nach seinem Umzug in die USA ließ Lee diese Tradition im Keller seines Elternhauses wieder aufleben und verarbeitet gebrauchte Ölkanister und Altmetall zu handgefertigten Gitarren. Sein Bruder Adam erkannte das Potenzial von Shauns Kreationen und beschloss, die Instrumente zu verkaufen – Bohemian Guitars war geboren.

Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und zahlreichen Trips ins Silicon Valley begannen die Brüder mit dem Verkauf der handgefertigten Gitarren. Im metallenen Korpus der Gitarren befindet sich eine Holzstruktur, die für optimale Balance und Gewichtsverteilung sorgen soll. Das Holz, das zum Bau der Gitarren benötigt wird, stammt aus nachhaltigen Quellen. Das rückwärtige Element der Kanister kann entfernt werden und macht so das Innenleben der Gitarre für die Instandhaltung zugänglich. Die Instrumente klingen nicht nur überraschend gut, sondern sind auch praktisch: Immerhin benötigt man dank der einzigartigen Form keinen Gitarrenständer, sondern kann die Instrumente einfach auf den Boden stellen. Und wasserfest sind sie auch.

Das Repertiore von Bohemian Guitars umfasst neben E-Gitarren auch Bässe und Ukulelen in verschiedenen Designs. Die Preise variieren von 199 US-Dollar für die Ukulelen bis hin zu 399 Dollar für die Gitarren. Auch Spezialaufträge nimmt das Familienunternehmen gerne an.


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