Apple iPhone X: erste Informationen zum neuen iPhone 2017

Kurz vor der Präsentation des neuen Apple iPhone X sind die Erwartungen hoch. Wir haben alle Informationen für euch zusammengefasst.

12.09.2017 APA

Gut zehn Jahre nach dem Start der ersten iPhone-Generation wird von Apple wieder ein großer Wurf erwartet. Am Dienstag soll ein Super-iPhone vorgestellt werden – mit einem Bildschirm, der praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt und Gesichtserkennung statt der gewohnten Entsperrung per Fingerabdruck. Alle Informationen zum Livestream zum Event findet ihr in diesem Artikel.

Apple iPhone X: Hohe Erwartungen, hoher Preis

Ein Software-Leak bestätigte am Wochenende viele bisherige Erwartungen zum neuen iPhone: Die Gesichtserkennung, das große Display sowie wie gewohnt bessere Kameras und Chips. In der endgültigen Version des Mobil-Betriebssystems iOS 11 fand sich auch ein Name für das neue Gerät: “iPhone X”. Zu den Überraschungen gehörten neue animierte Emoji, die in Nachrichten den Gesichtsausdruck des Nutzers annehmen können. Außerdem kann das neue iPhone den Nutzer wohl auch grundsätzlich im Blick behalten: So soll es nicht in den Ruhemodus schalten, solange man seine Augen darauf hat. Die Neuerungen sollen ihren Preis haben: Es wird über einen Startpreis bei 1.000 Dollar (umgerechnet 829 Euro) spekuliert, woraus bei den üblichen Apple-Preisen in der Top-Konfiguration locker noch 200 Dollar mehr werden können.

Neue Apple Watch und weitere Neuerungen erwartet

Als weitere Neuheiten erwartet werden von dem Event die dritte Generation der Apple Watch, die erstmals mit einem Mobilfunk-Anschluss unabhängiger vom iPhone werden soll, sowie ein neues Modell der Fernsehbox Apple TV mit 4K-Auflösung. Mit dem Event wird zudem das “Steve Jobs Theater” am gerade fertiggestellten riesigen neuen Hauptquartier eingeweiht. In diesen Wochen beziehen über 12 000 Mitarbeiter das riesige ringförmige Gebäude im neuen “Apple Park”.

Apple-Aktie auf Rekordhoch

Die Börsianer sind überzeugt, dass der höhere Preis Apple-Kunden nicht abschrecken wird und treiben die Aktie des bereits wertvollsten Unternehmens der Welt (über 830 Milliarden Dollar) seit Wochen fast täglich auf Rekordstände hoch. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs um rund 40 Prozent. Das Aussehen der iPhones war seit Herbst 2014 weitgehend unverändert geblieben, obwohl jährlich das Innenleben und die Software erneuert wurden. Die Erwartung ist, dass ein aufsehenerregendes neues Modell die Verkäufe in Schwung bringen kann – viele Nutzer hätten ihre aktuellen iPhones länger behalten als zuvor.

Anfangs wahrscheinlich 3 iPhone-Modelle

Dabei rätseln Analysten und Reporter noch darüber, wie viele Geräte Apple zum Start – wahrscheinlich noch im September – auf den Markt bringen kann. Vermutlich werden es drei iPhone-Modelle sein: Die beiden verbesserten Varianten eines wahrscheinlichen iPhone7S, das die aktuelle Form beibehält, dürften kein Problem sein. Beim brandneuen Modell rechnen zum Beispiel die Analysten von Citi Research aber damit, dass es erst im Oktober oder November in größeren Mengen verfügbar sein wird. Grund für die Verzögerung seien vor allem Probleme bei der Produktion der kontrastreicheren OLED-Displays, die das iPhone erstmals statt der üblichen LCD-Bildschirme bekommen werde. Das “Wall Street Journal” berichtete, die Schwierigkeiten hätten den Produktions-Fahrplan im Sommer um einen Monat zurückgeworfen.

Großer Bildschirm als Problemfaktor beim iPhone X

Auslöser für die Probleme soll letztlich die Bildschirmgröße sein. Mit dem neuen flächendeckenden Design soll es zwar möglich sein, ein Display mit 5,8 Zoll Diagonale – mehr als bei den aktuellen Plus-Modellen – in ein Gehäuse zu packen, das nur leicht größer als beim Standard-iPhone ist. Doch der Verzicht auf einen Rahmen ober- und unterhalb des Bildschirms wirft Fragen auf: Was macht man mit dem Lautsprecher, der Selfie-Kamera und dem traditionellen runden Home-Button, den bisher alle iPhones hatten? Nach bisherigen Informationen finden Kamera und Lautsprecher in einer Aussparung am oberen Rand des Displays ihren Platz. Und ein virtueller Home-Knopf soll im Bildschirm selbst platziert werden.

Gesichtserkennung statt Fingerabdruck-Scanner?

Bleibt noch die Frage, wie gut die Gesichtserkennung “Face ID” den Fingerabdruck-Scanner ersetzen kann, der seit dem iPhone 5s von 2013 im Home-Button integriert ist. Er hat sich zu einem zentralen Element von Apples Sicherheits-Strategie entwickelt: Durch Auflegen des Fingers kann man nicht nur das iPhone oder eine Apple Watch entsperren, sondern auch Zahlungen über das Bezahlsystem Apple Pay freigeben – statt einer PIN-Eingabe. Dem Software-Leak zufolge soll auch das die Gesichtserkennung übernehmen. Derzeit nutzen aber auch Banking-Apps und andere sensible Programme die “Touch ID”.

Samsung zeigte vor, wie’s NICHT geht

Erzrivale Samsung musste hämische Kommentare einstecken, nachdem Journalisten demonstriert hatten, wie leicht das Gesichtserkennungssystem mit Fotos oder Videos ausgetrickst werden kann. Bei Apple setzt Gerüchten zufolge eine weitere Kamera zur Tiefen-Messung oder ein Infrarot-Sensor ein, damit das System nicht so leicht ausgetrickst werden kann. Auf jeden Fall muss die Gesichtserkennung mindestens genauso schnell und ähnlich sicher funktionieren wie der bisherige Touch-ID-Scanner. Samsung verlegte bei seinem Galaxy-Smartphone mit großem Bildschirm den Fingerabdruck-Scanner kurzerhand auf die Rückseite. Das stieß aber auch auf Kritik, weil die Anwender beim Entsperren des Smartphones immer wieder versehentlich die Kameralinse neben dem Fingerabdrucksensor verschmierten. Apple soll laut Medienberichten zunächst versucht haben, den Sensor direkt ins Display einzubetten. Das habe sich jedoch als zu große Herausforderung erwiesen und der Plan sei wieder aufgegeben worden.

“Befreiungsschlag” für Apple

Das neue Display soll auch ein Grund für den höheren Preis beim neuen iPhone sein. Der renommierte Branchenanalyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities schätzt, dass Apple 45 bis 55 Dollar für einen LCD-Bildschirm in den aktuellen iPhones ausgibt. Für die neuen komplexeren OLED-Displays verlange Hersteller Samsung aber bis zu 130 Dollar. Zugleich sieht der gut vernetzte Apple-Kenner John Gruber, der schon vor Monaten einen Preis-Rahmen von bis zu 1500 Dollar ein ein Spitzenmodell ins Gespräch brachte, darin auch einen Befreiungsschlag für Apple. Der Konzern könne neuere Technologien verwenden, wenn er nicht Dutzende Millionen Geräte fürs Weihnachtsgeschäft verfügbar machen müsse.

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  • arctic

    Kriegen die Journalisten Geld oder Geräte dafür , dass sie Schleich-Werbung für Apple Produkte machen?

    Bei keinem anderen PC oder Handy Hersteller wird jedesmal das 8. Weltwunder ausgerufen wenn er im Jahreszyklus ein neues Modell vorstellt.

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