Riedmann

10 Dinge, die man nicht in den Öffis machen darf – ABER im Auto!

Ja, auch heute werde ich wieder mit dem Auto zur Arbeit fahren. Warum? Darum: Zehn Dinge, die ich in meinem Auto machen darf, in den Öffis aber nicht.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 01.05.2015

Natürlich wäre es sinnvoller, würde ich U-Bahn und Bim fahren. Das wäre vernünftig. Allein… ich möchte nicht. Mein Auto ist Zufluchts- und Sehnsuchtsort gleichermaßen. Inmitten des tagtäglichen Pendlerwahnsinns ist es mein eigener, kleiner Freiraum. Hier darf ich Dinge tun, die in der U-Bahn oder der Bim zumindest verpönt wären.

Zehn Dinge, die man im Auto machen darf, aber nicht in den Öffis

1) Mit dem Fahrer sprechen

Die Fahrer von Bim und U-Bahn sind auch nur Menschen. Oft auch sehr nette. Nur sprechen darf man nicht mit ihnen. Ein breit angelegter Kaspar-Hauser-Versuch oder doch nur eine Notwendigkeit, um die Sicherheit zu gewährleisten? Egal. Im Auto darf ich mit dem Fahrer sprechen. Zur Not rede ich per Rückspiegel mit mir selbst.

2) Sitzen wo man will

Selbstverständlich mache ich für gebrechliche Menschen Platz. Auch Mütter mit Kinderwagen haben Vorrang. Ganz klar. Ich sitze nicht im Weg. Und in meinem Auto? Egal! Ich sitze, wo ich will. Wenn ich Lust dazu habe, stelle ich die Karre ab und setzt mich nach hinten links. Einfach so. Weil ich es kann und darf ohne schlechtes Gewissen.

3) Kresse züchten

Probieren sie Folgendes aus: Stecken sie die Hutablage in ein (neues) Mistsackerl und hängen sie das plastikbespannte Brett wieder ins Auto. Jetzt legen sie Küchenrollenpapier drüber und wässern das ganze gut. Kresse-Samen drüber und abwarten. Empfiehlt sich im Sommer eher als im Winter. Auf dem Weg zur Arbeit dann das Butterbrot nicht vergessen.

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© Bild: Riedmann

4) Leberkäs-Party

Leberkäs, Döner und Pizza in der Bim oder U-Bahn sind ein Gräuel. Leute, die dieses olfaktorische Fressverbrechen begehen, gehören am Schwedenplatz mit Sushi-Besteck akkupunktiert. Im Auto ist das aber kein Problem. Im Gegenteil. Drive-in hat Tradition.

Ich will ja anderen nicht schaden

5) Rauchen

Nichtraucher sind auf dem Vormarsch. Wahrscheinlich eh zu Recht, ich will das an dieser Stelle weder beurteilen noch diskutieren. Aber im eigenen Auto… da darf ich noch rauchen. Wiederverkaufswert hin oder her. Von draußen sollen die Soja-Latte-Holzspielzeug-Mamis entsetzt in mein Auto starren… hier drinnen kann und darf ich eine Havanna im Doppler-Format anrauchen.

6) Hemmungslos schmusen

Sie soll wieder hochleben, die Tradition des Knutschhügels und Schmuse-Sees. Natürlich im Auto. Das geht in der Bim nicht. Es würde einen bleibenden Schaden bei dem ein oder anderen Fahrgast hinterlassen. Wahrscheinlich auch beim Partner.

7) Krawall und Remmidemmi

In Autos sind oft bessere und teurere Soundanlage verbaut als im Wohnzimmer. Klar soweit. Im Auto verbringen viele Menschen einfach mehr Zeit mit musikhören als zu Hause. Dort gibt es meist andere Dinge zu erledigen. Und weil Kopfhörer nicht wirklich geil sind, muss es ein Auto sein.

Unterhaltung aus allen Rohren

8) Klima einstellen

Die alten Straßenbahnen in Wien haben eine Heizung. Deren Regulierung kennt zwei Stufen: An und aus. Also entweder sie tut gar nichts, oder sie simuliert das Fegefeuer. Im Sommer ist das in einer vollbesetzten Bim besonders spannend. Man glaubt gar nicht, wie viel nasse Hunde, Katzenpisse und Bären nach dem Winterschlaf in einen Wagon passen. Und im Auto? Wenn ich keine Lust habe, meine Jacke auszuziehen, dann stelle ich die Klimaanlage eben ein halbes grad Celsius kälter ein.

9) Kino gehen

Leute, geht ins Autokino! Am besten in einen Actionkracher. Avengers 2 zum Beispiel. Der Film wurde für das Autokino erfunden.

10) Schlafen

Ein Auto würde weniger Freiheit bedeuten, könnte man darin nicht auch schlafen. Machen Sie das mal in der Bim. Mit etwas Glück werden Sie rüde geweckt. Mit etwas Pech wachen Sie an einem Ort auf, den Sie eigentlich immer meiden wollten. Noch schlimmer wird es, wenn Sie mal auf dem Dach schlafen wollen. Dann kommt gleich die Polizei.


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