Keine Sonderausstattungen: Wütender Porsche-Kunde fährt Cayenne in Autohaus

Ein Taiwanese hatte einen Porsche Panamera Sport Turismo mit Sonderausstattungen bestellt – aber ohne geliefert bekommen. Dass er seinen Auftrag trotzdem nicht stornieren konnte, veranlasste ihn zu einer drastischen Protestaktion.

11.05.2018 Online Redaktion

Ganz klar: Jeder wäre aufgebracht, wenn er etwas nicht bekommt, für das er bereits bezahlt hat. Dieser Porsche-Kunde scheint aber zusätzlich massive Probleme mit seiner Impulskontrolle zu haben: Als Reaktion darauf, dass er seinen neuen Panamera Sport Turismo ohne die georderten Sonderausstattungen bekommen hat, fuhr er mit seinem Cayenne direkt in das Autohaus, in dem ihm diese Grausamkeit angetan worden war.

Keine 4D-Chassis Control

Der Mann hinter dem Steuer ist ein 42-jähriger Geschäftsmann aus Taiwan. Die Ursache für seinen Zorn: Im Jänner 2017 hatte der Porsche-Aficionado einen Panamera Sport Turismo zum Basispreis von 201.187 Dollar kaufen wollen, sich dann aber zur Bestellung einiger Sonderausstattungen wie der 4D-Chassis Control hinreißen lassen. Für diese Extras war er bereit, fast 50.000 Dollar mehr auszugeben. Er leistete eine Anzahlung von 75.000 Dollar und geduldete sich bis November 2017, als ihm das Fahrzeug schließlich übergeben wurde. Als er feststellen musste, dass sein neuer Porsche nicht über das bestellte zentral vernetzte Steuersystem verfügte, weigerte er sich die Restsumme zu bezahlen und beschloss, die Bestellung zu stornieren.

Verhängnisvolles Schreiben vom Autohändler

Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich der Taiwanese noch nicht dazu bemüßigt, seinen Cayenne in das Autohaus zu fahren. Dazu gab erst ein Schreiben den Anstoß, dass ihm der Händler vor einigen Tagen hatte zukommen lassen. In diesem wurde der Mann nämlich dazu aufgefordert, die Restsumme zu bezahlen und den Panamera zu behalten – ansonsten müsse er das Auto zwar zurückgeben, aber die Anzahlung würde verfallen. Das brachte den Porsche-Kunden so in Rage, dass er tat, was in dem oben stehenden Video zu sehen ist.

Kein einwandfreies Leumundszeugnis

Wenig überraschend hatte die Aktion das Einschreiten der Polizei und die Verhaftung des Geschäftsmannes zur Folge. Wie sich im Rahmen der Ermittlungen herausstellte, ist der Taiwanese kein unbeschriebenes Blatt: In der Vergangenheit war er bereits wegen Diebstahls und Betrugs verurteilt worden. Wie die britische Daily Mail berichtet, hatte er eventuell auch für das Autohaus noch andere Pläne: In seinem Cayenne wurde auch ein Benzinkanister und eine Axt gefunden.

“Es war ein Unfall”

Der 42-jährige selbst behauptet übrigens, unschuldig zu sein. Zuerst hatte er sich für die Aktion entschuldigt – später behauptete er, eine rote Ampel überfahren zu haben und nur in dem Autohaus gelandet zu sein, weil er einem anderen Fahrzeug auf der Straße hatte ausweichen wollen.

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