Dauerauftrag statt Einzelüberweisung: Verkehrssünder zahlte Strafe bereits 14 Mal

Nachdem ein Gurtmuffel einen Strafzettel erhalten hatte, richtete er aus Versehen einen Dauerauftrag ein – und wurde zum unfreiwilligen “Spender” der Dortmunder Polizei

15.04.2017 Online Redaktion

Anfang 2016 wurde ein polnischer Autofahrer in Dortmund von der Polizei angehalten. Der Grund: Der Mann war ohne angelegten Gurt unterwegs gewesen. Dafür wurde eine Geldstrafe in Höhe von 30 Euro fällig. Der 33-jährige bekam einen Zahlschein überreicht, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte. Die 30 Euro wurden von einem Freund des Verkehrssünders auf das angeführte Konto überwiesen – allerdings nicht nur ein, sondern mittlerweile bereits 14 Mal. Offenbar hat der Mann versehentlich einen Dauerauftrag eingerichtet – und inzwischen statt den vorgeschriebenen 30 Euro in den letzten 14 Monaten ganze 420 Euro an die Polizei überwiesen.

30 Euro an jedem 22.

“Pünktlich zum 22. eines jeden Monats erreichen uns somit 30 Euro”, so die Polizei Dortmund in einem Facebook-Posting. Das unrechtmäßig erhaltene Geld einfach zu behalten, kommt für die Gesetzeshüter nicht in Frage: “Bislang überwiesen unsere Kollegen natürlich das Geld zurück. Das wird auch weiterhin geschehen.” Alle Bemühungen, den Dauerauftrag einstellen zu lassen, schlugen bisher fehl, da keiner der beiden Betroffenen kontaktiert werden konnte: “Der „Spender“ und der eigentlich betroffene Verkehrsteilnehmer verzogen an eine unbekannte Wohnanschrift”, wird in dem Facebook-Posting erklärt.

Wir suchen unbekannten „Spender“ – Gurtmuffel zahlt mittlerweile 420 Euro!

Am 7. Januar 2016 erwischten unsere Kollegen…

Posted by Polizei NRW Dortmund on Monday, April 10, 2017

“Fahndung” via Facebook

Die Polizei versucht nun, die Betroffenen über Facebook ausfindig zu machen, und veröffentlichte die kuriose Geschichte sowohl in deutscher als auch in polnischer Sprache. Wer eine der beiden Personen kennt, wird gebeten, den Beitrag zu teilen oder sich direkt an die Polizei zu wenden.

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