Sommerreifen

Sommerreifen bezeichnen einen Typ von Fahrzeugbereifung, der für mildes bis heißes Wetter geeignet ist. Damit haben diese Reifen nur bedingt etwas mit der tatsächlichen Jahreszeit zu tun, sondern mehr mit der Abwesenheit von Schnee, Eis und Kälte.

Besondere Eigenschaften von Sommerreifen

Die Reifenart wird durch bestimmte Verhältnisse des Reifengummis definiert. Die Gummimischung von Sommerreifen ist härter und wird auch bei hohen Temperaturen – in Mitteleuropa bis zu 60 Grad – nicht wesentlich weicher. Des Weiteren bedingt diese Mischung einen geringeren Abrieb des Gummis auf der Straße durch den kleineren Rollwiderstand.

Die Ergebnisse des Sommerreifen-Tests 2020 findet ihr hier

Zugleich bietet der Sommerreifen allerdings eine gute Haftreibung, was heißt, dass der Reifen trotz Nässe am Boden haften bleibt. Diese beiden Eigenschaften sind teilweise konträr, weshalb der übliche Sommerreifen ein Kompromiss aus beiden ist. Sowohl für bessere Haftreibung bei Nässe als auch für trockene Straßen gibt es theoretisch spezielle Reifentypen, die üblicherweise lediglich im Rennsport genutzt werden.

Gesetzliche und technische Details von Sommerreifen

Üblicherweise haben Sommerreifen ein Profil, was heißt, dass sie an der Oberfläche nicht glatt sind, was bei sogenannten Slicks der Fall ist. Allerdings ist dieses Profil nicht so ausgeprägt wie an Winterreifen, da lediglich Haftung bei Regen und nicht bei Eis erzielt werden soll.

Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland und Österreich, dass Sommerreifen mindestens eine Profiltiefe von 1,6 mm haben müssen. Der ADAC und der ÖAMTC empfehlen jedoch 3 mm. Je geringer die Tiefe des Profils ist, desto schlechter sind die Eigenschaften des Reifens. Umso stärker kommt es dann zu Aquaplaning-Effekten oder schlechterem Fahrverhalten bei Regen.