Seat Arona

 
Seat Arona Auto des Jahres COTY

Seat Arona

Die Hülle und die Fülle an SUV will vermessen und geordnet sein. Gerade, wenn wieder ein neuer Konkurrent die Manege betritt. Diesmal: Seat Arona. In Zeiten von Plattformstrategien, Badge-Engineering und Konzernregalen braucht es messbare Unterscheidungsmerkmale, weil es dem unbedarften Neukunden an emotionaler Orientierung fehlen könnte. Das ist gar nicht so böse gemeint wie es klingt, aber die Flut an SUV schreit nach einer Vermessung der SUV-Welt.

Seat Arona Auto des Jahres COTY
© Bild: Seat

Der Seat Arona steht auf der gleichen Basis wie der Ibiza, den er allerdings um acht Zentimeter übertrifft (414 Zentimeter). Das bedeutet, dass er sich, zumindest größentechnisch unterhalb des Opel Mokka (428 Zentimeter) und des Mazda CX-3 (427 Zentimeter) einreiht. Allerdings offeriert er in dieser Clique das größte Kofferraumvolumen in Fünfer-Vollbesetzung. (Arona/Mokka/CX-3: 400/356/350 Liter), bei umgelegter Rücksitzbank (Arona: 1200 Liter) gewinnen die anderen.

Seat Arona Auto des Jahres COTY
© Bild: Seat

Um sich von der (üppigen) hauseigenen Konzernkonkurrenz zu unterscheiden, versucht es der Seat Arona mit einem frischen Umgang was Farben und Individualisierung angeht. Ein buntes Puzzle der optischen Möglichkeiten. Dach, Außenspiegel und Karosseriekörper können in unterschiedlichen Farben bestellt werden, was viel Raum für Kombinationsmöglichkeiten lässt.

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© Bild: Seat

Eine Spielerei, die auch im Innenraum weitergeht, wo farbliche Auffrischung der Atmosphäre natürlich besonders gut tut. Im Interieur herrscht grundsätzlich eine lobenswerte Übersichtlichkeit vor, die man von den Konzernprodukten gewohnt ist. Mag man diese, ist man auch beim Seat Arona gut aufgehoben. Die Bedienelemente, die der Fahrer vermeintlich am häufigsten bedient (Lautstärkeregelung und Klima) blieben analog, alles andere wurde ins zentrale Fünf-Zoll-Touchscreen-Bedienelement verlagert. Je nach Ausstattungsvariante wächst dieses auf bis zu acht Zoll an.

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© Bild: Seat

Auch an Hinwendungen gen Moderne fehlt es nicht. So gibt es beispielsweise eine Ablagefläche fürs induktive Laden von Mobiltelefonen. In naher Zukunft wird außerdem noch ein „digitales Cockpit“ in die Aufpreisliste einziehen. Dann können Fahrer die Funktionen per Alexa steuern – also der Sprachsteuerung von Amazon.

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© Bild: Seat

Als Hinwendung an die Moderne kann beim Seat Arona auch das grundsätzliche Setup verstanden werden. So gibt es das Fahrzeug nicht mit Allradantrieb. Das liegt daran, dass die angestrebte Kundschaft den Allradantrieb nicht wirklich braucht und sich eher über das gesparte Gewicht freuen dürfte. Wer tatsächlich ein Seat-SUV mit vier angetriebenen Rädern braucht, der muss zum Ateca greifen.

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© Bild: Seat

Bei den Motoren stehen insgesamt fünf unterschiedliche Aggregate zur Auswahl. Den Einstieg machen die Dreizylinder-Benziner mit 95 PS (ab 16.990 Euro) und 115 PS (ab 20.390 Euro). Wer vier Zylinder will, der kann sich den 1,5 TSI mit 150 PS gönnen (ab 24.890 Euro). Dieselseitig gibt es einen 1,6 TDI mit 95 PS (ab 19.290 Euro) oder 115 PS (ab 22.690 Euro).

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