Range Rover Velar

 
Range Rover Velar COTY Auto des Jahres SUV

Range Rover Velar

Es gilt zunächst, das Rätsel der Einordnung zu lösen. Land Rover verortete zwischen dem Range Rover Sport und Evoque eine Lücke im Programm, die groß genug für ein neues Modell zu sein schien. Gefüllt wurde die vom Velar. Theoretisch steht dort zwar schon der Discovery, dessen Kundschaft ist aber eher von der kernigen Offroader-Sorte, weswegen für den Velar mit seiner Luxus-Attitüde durchaus noch Platz ist.

Range Rover Velar COTY Auto des Jahres SUV
© Bild: Land Rover

Rein optisch geht dieser Versuch durchaus auf. Der Range Rover Velar wirkt schnittiger, schlanker und windschlüpfriger als seine größeren Markenbrüder. Damit wirkt er nicht ganz so wuchtig und überpräsent im Stadtverkehr, was wahrscheinlich der tiefere Sinn des Fahrzeugs ist.

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© Bild: Land Rover

Wer die erwähnte Luxus-Attitüde in Zahlen gefasst haben möchte, dem seien die 4,80 Meter Länge des Range Rover Velar und der Basispreis von 61.300 Euro genannt. Ein Basispreis bedeutet in dieser Klasse allerdings wenig. Die bisherigen Testwägen rissen allesamt die 100.000-Euro-Marke. Das liegt vor allem an aufpreispflichtigen aber unverzichtbaren Dingen wie einem wirklich feinen perforierten Windsor-Leder oder der elektronisch geregelten Luftfederung.

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© Bild: Land Rover

Und natürlich: Pro Touch Duo. Dabei handelt es sich um das Kernstück der radikalen Innenraum-Modernisierung. Land Rover setzt im Velar konsequent auf Displays und Touchscreens. An der Frontscheibe sitzt das Head-up-Display und hinter dem Lenkrad dann ein 12,3-Zoll Instrumentenbildschirm. Am Lenkrad hat Land Rover berührungssensitive Bildschirme statt konventioneller Knöpfe verarbeitet. Die eigentliche Mittelkonsole wird von zwei 10-Zoll-Touchscreens dominiert.

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© Bild: Land Rover

Drei konventionelle Drehregler sind geblieben: Zwei für Heizung und Klima, einer für das Radio. Theoretisch gibt es noch einen vierten, mechanischen Drehregler, der aber für die Gangwahl zuständig ist, weswegen er in dieser Zählung ausgenommen wurde. Das ganze Setup ist freilich gewöhnungsbedürftig und bietet reichlich Ablenkungspotential. Wer sich jedoch um so viel Geld ein Auto kauft, der verbringt vermutlich ausreichend Zeit darin, um sich ausgiebig mit den Bedienelementen zu beschäftigen.

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© Bild: Land Rover

Diese verspielte Art im Innenraum kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Range Rover Velar ein sattes Auto ist. Über alle Zweifel erhaben und auf Augenhöhe mit den Big Playern im Premiumbereich. Die Motoren stehen allesamt gut im Saft (Benziner: 250, 300 und 380 PS) und die Diesel (240 und 300 PS) stehen allesamt gut im Saft. Die Achtgangautomatik arbeitet komfortabel und der Allradantrieb wird elektronisch an den physikalischen Grenzen entlang geregelt. Grenzen zeigt die Natur eher in Tiefgarage denn im Gelände oder auf der Landstraße auf.

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© Bild: Land Rover

Bei aller Eleganz und Innovationsfreude bleiben Fahrzeuge wie der Range Rover Velar Arbeitstiere aus dem Hauses derer zu Pferdeanhänger-oder-Boot-Ziehen. Der Arbeitsadel darf sich freuen, mit 2.400 Kilogramm bzw. 2.500 Kilogramm Anhängelast und einem Kofferraumvolumen zwischen 673 und 1.795 Liter ist das Fahrzeug für derartige Aufgaben ordentlich gerüstet.

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© Bild: Land Rover