Mini Countryman

 
Mini Countryman COTY Auto des Jahres

Mini Countryman

Mini präsentiert mit dem neuen Countryman auch gleich zwei Superlative. Zum einen handele es sich mit 4,30 Metern Länge um den größten Mini der jemals gebaut wurde. Entweder eine contradictio in adiecto, die in der Marketingabteilung niemandem aufgefallen ist, oder ein Satireversuch in Serienproduktion. Der zweite Superlativ betrifft die Motorisierung – und da sind wir schon deutlich offener für Höchstleistungen. Der John Cooper Works Countryman hat den stärksten Motor unter Haube der jemals (serienmäßig) in einem Mini verbaut wurde.

Mini Countryman COTY Auto des Jahres
© Bild: Mini

4,30 Meter Länge bedeuten, dass der Countryman in eine Liga mit den bekannten Kompakt-SUV aufsteigt. Also vom Audi Q3 über BMW X1 bis zum Mercedes GLA und dem Infiniti QX30. Entsprechend wachsen mussten auch seine Talente. Schließlich reicht es bei dieser Konkurrenz nicht mehr aus, auf einer Retrowelle durch den Markt zu surfen. Entsprechend wuchs der Kofferraum auf konkurrenzfähige 450 Liter. Mit dem Umlegen der Rücksitze lässt sich der auf 1.390 Liter erweitern.

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© Bild: Mini

Dem Wagen sieht man seine neugewonnene Größe an. Vorbei die Zeit der totalen Verspieltheit einer Marke. Es geht wuchtig zu. Samt Radkästen, die an Rollstuhldimensionen erinnern. Mit eher zarten Wippschaltern, einer schlanken A-Säule und der minitypischen Zerklüftung der Mittelkonsole und Armaturen geht es im Innenraum deutlich filigraner zu. Die Waschtrommel, in der das Display für den Bordcomputer untergebracht ist, bleibt das beherrschende Element.

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© Bild: Mini

Mini hat versucht, mit einem überharten Fahrwerk die höhere Sitzposition auszugleichen. Grundsätzlich stellt einem der Wagen jedes Schlagloch mit Namen vor, dafür gibt es kaum Wankbewegungen. Wer möchte, kann sich den von BMW stammenden Allradantrieb ALL4 ordern. Empfohlen sei das aber erst Kunden der größeren Motoren. Denn das zusätzliche Gewicht hilft den ohne nicht gerade sportlichen Einstiegsmodellen Mini Cooper One (102 PS) und Mini Cooper SE nicht gerade (beide 136 PS). Auch der kleinste Diesel mit 116 PS ist genau genommen kein Kandidat für vier angetriebene Räder. Erst das 2-Liter-Modell SD mit 190 PS und der bereits erwähnte John Cooper Works mit 231 PS können dem Allradantrieb sportliche Attraktivität verleihen.

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© Bild: Mini

Beeindruckend ist, wie konsequent die Ingenieure die Lenkung überarbeitet haben. Die ist jetzt deutlich präziser und greift direkt durch. Das ist freilich auch eine Frage der Einstellung, denn der neue Countryman bietet dem Piloten drei Fahrmodi – Sport, Mid und Green – die sich auf die Kennlinien von Lenkung, Gaspedal, Motorakustik und Schaltcharakteristik auswirken.

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Den Einstieg in die neue Countryman-Welt macht der One (102 PS) um 26.000 Euro. Das günstigste Allradmodell ist der Cooper (136 PS) um 31.700 Euro. Den Cooper S (192 PS) gibt es ab 34.350 Euro und um 46.200 Euro kommt das Spitzenmodell John Cooper Works. Dieselseitig beginnt der Einstieg bei 28.00 Euro für den One D (116 PS). Aber Vorsicht: die Aufpreisliste ist bei Mini lang und kompliziert.

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