Das späte Quer

Österreichs VW-Importeur schickte den Käfer in eine späte Rallye-­Karriere. Seine Botschaft: Hosenträger-Gurt statt Hosenträger-Image.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 07.12.2016

Zwar war der Käfer in den frühen 70ern noch drei Jahrzehnte von seinem Produktions­ende entfernt, aber auch sein Produk­tionsstart lag schon gut 25 Jahre zurück. Technisch ­gesehen stand VW ziemlich im Abseits, der mit NSU übernommene K70 war nur eine zarte Blüte künftiger Zeiten.

Dem Käfer ließ man nochmals eine heftige Modellpflege an­gedeihen, mit Schräglenker-Hinterachse und McPherson-Federbeinen vorne, einer Verdoppelung des Kofferraums (VW 1302 von 1971, erkennbar an der großen Nase) und mit gewölbter Frontscheibe mit Plastikarmaturenbrett (VW 1303, 1973). Der Käfer galt als solide Ware für jene, die immer schon im Käfer gesessen hatten. Und selbst als der Golf 1974 die Marke von vorne aufzäumte, waren die Kunden nicht sofort komplett überzeugt: In Österreich war der Käfer bis in die Neunziger als Grauimport zu haben.

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