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Dieser Zebrastreifen soll Autofahrer einbremsen

Dieser Zebrastreifen soll Autofahrer einbremsen

Dieser Zebrastreifen in der isländischen Stadt Ísafjörður ist alles andere als gewöhnlich. Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich zu ziehen, bedient sich der Schutzweg einer optischen Täuschung.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 29.10.2017

Auf Zebrastreifen haben Fußgänger Vorrang – und können mitunter ziemlich plötzlich auftauchen. Daher empfiehlt es sich, Schutzwegen als Autofahrer mit besonderer Vorsicht – sprich, mit reduzierter Geschwindigkeit – zu begegnen. Wer sich aus Vernunftgründen alleine nicht zum Langsamerwerden bemüßigt fühlt, ändert seine Herangehens- bzw. Fahrensweise vielleicht, wenn Zebrastreifen statt den herkömmlichen, auf den Asphalt gepinselten Quadern plötzlich aus massiven, dreidimensionalen Blöcken bestehen. Oder zumindest so aussehen.

In der isländischen Stadt Ísafjörður gibt es jetzt einen solchen Zebrastreifen. Für den 3D-Effekt bedient sich der Schutzweg einer optischen Täuschung: Die zweidimensionalen Quader erscheinen dem Betrachter aus verschiedenen Perspektiven wie schwebende, weiße Blöcke, die ihre Schatten auf die Straße werfen. Der Zebrastreifen soll die Aufmerksamkeit von Autofahrern auf sich ziehen und so das Unfallrisiko am Schutzweg minimieren. Die ungewöhnliche Straßenmarkierung erfüllt aber nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern wird von der Stadtregierung auch als ein kleines Kunstwerk angesehen – eben Street Art im wahrsten Sinne des Wortes.

Dieser Zebrastreifen soll Autofahrer einbremsen
© Bild: YouTube Screenshot

Ísafjörður ist nicht die erste Stadt, die sich optische Täuschungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu Nutze macht. Im kanadischen Vancouver etwa werden Autofahrer in einem Wohngebiet gleich mit einem “falschen” spielenden Kind mitten auf der Straße konfrontiert:

Und in Kirgisistan findet sich ein Zebrastreifen, der dem isländischen Exemplar vielleicht als Vorbild gedient hat:


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