Xing Mobility “Miss R”: Ein-Megawatt-Racer aus Taiwan

Die „Miss R“ von Xing Mobility aus Taiwan soll mit vier Elektromotoren, die in Summe ein Megawatt Leistung abgeben, die neue Messlatte in Sachen Elektromobilität werden. Knackpunkt: der Preis.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 27.11.2017

Jetzt mischt also auch Taiwan mit im großen Goldrausch, der rund um die Elektromobilität ausgebrochen ist. Namentlich: Xing Mobility. Das Unternehmen sitzt in Taipeh und das Konzept „Miss R“ vorgestellt. Ein Elektroauto, dass selbst die Beschleunigungswerte des jüngst präsentierten Tesla Roadster unterbietet, Ende 2018 auf den Markt kommen soll, für das betuchte Kunden dann allerdings tief in die Tasche greifen müssen.

Miss R – Supercar aus Taiwan

Die technischen Daten lesen sich erst einmal beeindruckend. Vier Elektromotoren zu je 250 kW – in Summe also 1.000 kW oder eben ein Megawatt – treiben die Miss R an. Also ein Motor pro Rad (aber: keine Radnabenmotoren). Ihre Energie sollen die Motoren aus einem, flüssigkeitsgekühlten, modularen Batteriesystem beziehen. Es besteht aus 4.200 Lithium-Ionen-Zellen und ist ein Patent von Xing Mobility selbst. Bei Bedarf lässt sich der Akku innerhalb von fünf Minuten austauschen. So soll das Problem mit der Ladedauer überbrückt werden. Wie schwer der Akku ist oder wie hoch die Speicherkapazität lässt der Hersteller allerdings noch offen.

Derart bewaffnet lässt die Miss R sogar den angekündigten Tesla Roadster stehen. Das Fahrzeug soll innerhalb von 1,8 Sekunden auf Tempo hundert sein, 3,3 Sekunden sollen bis Tempo 200 vergehen und bei 288 Stundenkilometern ist dann Schluss mit der Beschleunigung. Kleine Anmerkung: nur weil das Auto diese Leistung theoretisch leisten kann, heißt das noch nicht, dass der Fahrer das auch schafft. Die Beschleunigungswerte klingen nach Nackenschmerzen.

Offroad-Renner

Das Design hat Xing Mobility aus dem Rallyesport abgeleitet, weshalb Xing auch entsprechende Offroad-Eigenschaften verspricht und dafür die Miss R mit einer speziellen „Active Damping Technology“ ausrüstet.

Einziger Knackpunkt sind die Limitierung und der Preis. Gerade einmal zwanzig Stück sollen Ende 2018 entstehen, die dann für einen Stückpreis von rund einer Millionen Dollar verkauft werden sollen. Der neue Tesla Roadster soll gerade einmal ein Fünftel davon kosten. Ist dafür auf Tempo hundert aber auch 0,1 Sekunde langsamer, diese Boje.


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