Dieselskandal: VW erzielt Vergleich mit US-Justiz

VW zahlt 4,1 Milliarden Euro – der Autobauer räumt laut Gerichtsdokument Betrug an Kunden und Behörden über Emissionen bei rund einer halben Million Diesel-Fahrzeugen ein

12.01.2017 APA

Der deutsche Autobauer Volkswagen hat mit der US-Regierung einen milliardenteuren Vergleich im Dieselskandal ausgehandelt. Danach muss der Wolfsburger Konzern wegen der Abgasmanipulation in den USA umgerechnet 4,1 Mrd. Euro (4,3 Mrd. US-Dollar) Bußgelder und Strafe zahlen, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte.

VW räumt Betrug ein

Nach dem zugleich veröffentlichten Gerichtsdokument räumt VW den Betrug an Behörden und Kunden über die Emissionen von knapp einer halben Million Dieselfahrzeugen von Mai 2006 bis November 2015 ein. Das Unternehmen bekenne sich der Verschwörung und der Behinderung der US-Justiz schuldig. Verantwortlich seien Manager unterhalb der Vorstandsebene. VW-Chef Matthias Müller erklärte: “Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig.”

US-Justizministerium klagte VW Anfang 2016

Das US-Justizministerium hatte Europas größten Autobauer vor fast genau einem Jahr wegen des Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetz geklagt. Volkswagen hatte im September 2015 die Manipulation von elf Millionen Autos weltweit zugegeben, darunter knapp eine halbe Million Fahrzeuge in den USA. Dort war der Skandal auch aufgedeckt worden. Eine illegale Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickoxid nur auf dem Prüfstand eingehalten werden. Im normalen Straßenverkehr liegen sie um ein Vielfaches höher.

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