VW baut alte Käfer zu Elektroautos um

Mit Komponenten aus dem neuen e-up! will VW alte Käfer elektrifizieren. Das Konzept soll in weiterer Folge auch für andere Oldtimer übernommen werden.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 06.09.2019

Die Elektrifizierungsoffensive bei VW ist im vollen Gange. Das betrifft nicht nur Neuwagen wie den ID.3, den VW auf der IAA präsentieren wird, sondern auch Oldtimer: auch ein Konzept zur nachträglichen Elektrifizierung von Oldtimern wird auf der Automobil-Ausstellung in Frankfurt gezeigt. Der erste Klassiker, der unter Strom gesetzt wird, ist der Käfer – in seiner neuen elektrifizierten Variante auch “e-Käfer” genannt.

© Bild: Volkswagen

Der Umbau der historischen Käfer erfolgt durch die Partnerfirma eClassics. Für die Umrüstung werden ausschließlich aufeinander abgestimmte Neuteile aus der Serienfertigung der Volkswagen Group Components eingesetzt: Der E-Antrieb, das 1-Gang-Getriebe und das Batteriesystem basieren auf dem neuen e-up!.

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Der Elektromotor im neuen e-Käfer erreicht bis zu 60 kW / 82 PS. Obwohl die elektrifizierte Variante des Klassikers auf ein Gesamtgewicht von 1.280 kg kommt, beschleunigt der Wagen in knapp vier Sekunden von 0 auf 50 km/h. Die Maximalgeschwindigkeit gibt VW mit 150 km/h an.

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Die Reichweite des Elektro-Käfers soll über 200 Kilometer betragen. Das Batteriesystem ist im Wagenboden verbaut und besteht aus bis zu 14 Modulen mit jeweils 2,6 kWh Kapazität, gemeinsam liefern die Module der Lithium-Ionen-Batterie einen Energiegehalt von bis zu 36,8 kWh.
Die verbauten Großserienkomponenten ermöglichen CCS-Schnellladen.

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„Der elektrifizierte Käfer verbindet die Faszination unserer Oldtimer mit der Mobilität von morgen. Unter der Motorhaube stecken innovative E-Komponenten der Volkswagen Konzern Komponente, mit denen wir historische Bestandsfahrzeuge elektrisch emotional aufladen“, sagt Thomas Schmall, Vorstands­vorsitzender Volkswagen Group Components. „Gleichzeitig ermöglichen wir Käfer-Besitzern damit eine professionelle Umrüstlösung mit Serienteilen in höchster Qualität.“

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Doch der Käfer ist nicht der einzige VW-Klassiker, der in Zukunft elektrisch fahren soll. Das Konzept lässt sich auch auf weitere Fahrzeuge umlegen, so Schmall: „Gemeinsam arbeiten wir bereits daran, die Plattform für den Bulli vorzubereiten. Auch der 356er Porsche ist als e-Version denkbar.“ Auch der Einsatz des Modularen E-Antriebs Baukasten (MEB) wird in Erwägung gezogen, Leistung und Reichweite könnten mit der Plattform noch deutlich gesteigert werden.

© Bild: Volkswagen

Während die Volkswagen Group Components die Serienteile des E-Antriebs und das Batteriesystem liefert, erfolgt die eigentliche Umrüstung des Käfers bei der Partnerfirma eClassics aus Renningen bei Stuttgart. In die Realisierung des elektrifizierten Käfers ist viel Know-how geflossen. Die Volkswagen Group Components hat hierbei viel Erfahrung ihrer spezialisierten Mitarbeiter eingebracht und stand dem Unternehmen eClassics beratend zur Seite. „Es macht uns stolz, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit Volkswagen Group Components auf die Räder gestellt haben. Und wir freuen uns, schon bald viele e-Käfer auf den Straßen zu sehen“, ergänzen die beiden Geschäftsführer eClassics GmbH & Co KG, Dennis Murschel und Martin Acevedo.


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