VCÖ-Studie: Spritverbrauch weicht von Herstellerangaben ab

Laut Studie sind den österreichischen Autofahrern durch den von den Herstellerangaben abweichenden Spritverbrauch alleine im Jahr 2017 Mehrkosten von über 600 Mio. Euro entstanden.

29.08.2018 APA

Der tatsächliche Spritverbrauch beim Auto stimmt nicht mit dem überein, was die Hersteller sagen. Darauf hat der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Mittwoch anlässlich einer Studie des VCÖ-Dachverbands “Transport & Environment” hingewiesen. Der Unterschied zwischen Verbrauch und Herstellerangaben kostete Österreichs Autofahrer 2017 demnach 600 Mio. Euro.

Abweichung seit 2000 verfünffacht

Die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs bei Neuwagen habe sich in Österreich seit dem Jahr 2000 von 7 Prozent auf 39 Prozent mehr als verfünffacht, so der VCÖ. Der Mehrverbrauch habe die heimischen Autofahrer seit 2000 in Summe mehr als 3,8 Mrd. Euro gekostet und die Umwelt mit mehr als sieben Millionen Tonnen CO2 belastet, wie die heute, Mittwoch, in Brüssel veröffentlichte Studie von “Transport & Environment” zeigt.

EU-weit 149,6 Mrd. Euro an Mehrkosten

Für die gesamte EU beträgt durch die Abweichung des realen Spritverbrauchs von den Herstellerangaben der zusätzliche CO2-Ausstoß seit dem Jahr 2000 rund 264 Millionen Tonnen, die zusätzlichen Spritkosten belaufen sich auf 149,6 Mrd. Euro.

Studie warnt vor WLTP-Schlupflöchern

Die Studie warnt außerdem vor neuen Schlupflöchern beim ab 1. September für alle Neuzulassungen geltenden Testzyklus WLTP, der das alte NEFZ-Testverfahren ablöst. Der VCÖ fordert strengere Vorgaben der Politik, um den realen Spritverbrauch im Schnitt auf drei Liter pro 100 Kilometer zu senken.

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