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Umfrage: 83 Prozent der österreichischen Autofahrer befürworten die digitale Vignette

Eine Umfrage des IFES-Instituts zeigt: Obwohl die digitale Vignette erst ab November 2017 erhältlich sein wird, kommt die Neuerung bei den Österreicherinnen und Österreichern schon jetzt größtenteils gut an.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 13.08.2017

Ab Ende 2017 werden die österreichischen Autofahrerinnen und Autofahrer zwischen der herkömmlichen Klebevignette und einer digitalen Version für das kommende Jahr wählen können. Die digitale Vignette soll diverse Vorteile wie die zeit- und ortsunabhängige Verfügbarkeit, eine unkomplizierte Handhabung und das Wegfallen der oftmals lästigen Klebevignette bzw. deren Rückstände auf der Windschutzscheibe mit sich bringen.

Umfrage zeigt hohe Akzeptanz bereits im Vorfeld

Die Neuerung kommt bei den Österreicherinnen und Österreichern schon jetzt gut an: Laut einer aktuellen Umfrage, die vom IFES-Institut in Wien im Auftrag der ASFINAG unter 800 Autofahrerinnen und Autofahrern durchgeführt wurde, halten 83 Prozent der Befragten die digitale Vignette für eine gute Idee und stehen dem Produkt prinzipiell positiv gegenüber. 60 Prozent sind bereits jetzt davon überzeugt, das neue Angebot in Anspruch nehmen zu wollen. Im Gegensatz dazu sind sich 14 Prozent der Befragten sicher, dass der Kauf der einer digitalen Vignette für sie nicht in Frage kommt. Insgesamt 26 Prozent haben ihre Entscheidung noch nicht gefällt.

© Bild: ASFINAG

Konsumentenschutzfrist mindert Akzeptanz bei Kurzzeit-Vignetten-Inhabern

Die Kosumentenschutzfrist von 17 Tagen macht die digitale Vignette allerdings eher unattraktiv für Käuferinnen und Käufer von Zehn-Tages- und Zwei-Monats-Vignetten. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, eine digitale Kurzzeit-Vignette demnächst online kaufen zu wollen. Grund dafür ist, dass die digitale Vignette bei Online-Kauf aufgrund der Europäischen Richtlinie für Konsumentenschutz erst am 18. darauffolgenden Tag gültig ist (mehr Infos dazu haben wir hier für euch zusammengefasst). Jahresvignetten-Inhaber stört das natürlich weniger: Knapp die Hälfte von Ihnen plant, trotz der Konsumentenschutzfrist auf die digitale Vignette umzusteigen. Wenn ab Sommer 2018 die digitale Vignette auch an den herkömmlichen Vertriebsstellen erhältlich ist, entfällt dort die Konsumentenschutzfrist – daher wird dann auch der Kauf von Kurzzeit-Vignetten in der Digital-Variante wieder attraktiver.

Automatische Verlängerung als attraktive Option für Jahresvignetten-Besitzer

Die Möglichkeit eines “Vignetten-Abos”, bei dem die Jahresvignette auf Wunsch automatisch verlängert wird, stößt ebenfalls auf großes Interesse bei den Österreicherinnen und Österreichern. 39 Prozent all jener, die derzeit eine Jahresvignette besitzen, wollen das Angebot nutzen.

© Bild: ASFINAG

Besitzer von Wechselkennzeichen begrüßen digitale Vignette

Da bei der digitalen Vignette das Kennzeichen registriert wird, benötigen Besitzer eines Wechselkennzeichens in Zukunft nur mehr eine digitale Vignette für bis zu drei Fahrzeuge. Klebevignetten für alle Autos, die mit dem selben Wechselkennzeichen gefahren werden, sind somit nicht mehr erforderlich. Dementsprechend findet das Konzept bei den Inhabern von Wechselkennzeichen auch den größten Anklang unter den Befragten: 88 Prozent begrüßen die Idee der digitalen Vignette.

Österreichische Autofahrer sind bereits gut informiert

Obwohl die digitale Vignette für 2018 erst ab November 2017 erhältlich sein wird, haben 78 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer bereits von dem neuen Angebot gehört oder gelesen. Falls ihr noch Fragen zur digitalen Vignette habt, findet ihr hier die Antworten auf 12 “FAQs” zum Thema.


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