Toyota Verso 2,0 D-4D 125 Active
Vorne ist alles neu im Stil des neuen Auris.
 

Testbericht: Toyota Verso 2,0 D-4D 125 Active

Ein Auto mit klar definierten Aufgaben will nach einem ebenso klaren Plan geliftet werden.

07.10.2013 Autorevue Magazin

Nicht, dass der 2009 präsentierte Toyota Verso alt geworden wäre, aber das Aussehen anderer Toyotas wurde seither verjüngt. Dabei ist vor allem der vergangenen Herbst mit dem neuen Markengesicht vorgestellte Auris vorgeprescht. Daher also kam der Aufhol­bedarf des Verso, der mit der neu geschnittenen Front quasi erledigt ist. Hinten wurde der Diffusor markanter in der Stoßstange eingeschnitten, ­Innenraum und Motorisierungen blieben sich treu.

Toyota Verso 2,0 D-4D 125 Active weiß heckleuchte rueckleuchte

Das Fahren

Sie sind auch noch immer voll auf der Höhe der Zeit, was besonders für den breitenwirksamsten Diesel gilt, den 2,0 D-4D zu 124 PS: Mollig und satt im Vortrieb, dienstbar unauffällig bei Klang und Lauf­ruhe, lediglich beim Losfahren wirkt der erste Gang ein wenig zu lang übersetzt, was sich beim näheren Hineinhorchen in die Technik doch als zartes Turboloch entpuppt.

Rundum ausgebreitete ­Unauffälligkeit also, wie sie ­einem für unauffälligen Alltag konstruierten Auto perfekt passt, auch im Innenraum.

Innenraum

Das Raumangebot vorne wird auch von Großgewachsenen nicht in die Enge getrieben, lediglich die Kopfstützen sollten nicht auf Ohrenhöhe stehenbleiben. Die fein ge­staltete Mittelkonsole breitet alle Funktionen gut vor dem ­Fahrer aus, und die Zentral­armaturen wenden sich dienstbar dem Fahrer zu, womit sie ­eigentlich keine Zentralarmaturen mehr sind – aber weil sie ein bisserl weiter entfernt sind, muss der Blick auch nicht so weit von der Fahrbahn weg ­fokussieren. Spätestens hier merkt man: Der Verso ist dienstbare Unaufgeregtheit, ein sympathisches, keinesfalls unterkühltes Universalwerkzeug für familiäre Transportfragen, und die hintere Hälfte des Vans ist sowieso die wichtigere. Dort warten drei getrennt faltbare, gut bemessene Sitze, lediglich das Glas-Panoramadach zwickt 1,90-Meter-Passagieren ein wenig Kopffreiheit weg. Das Umlegen der Sitzlehnen geschieht ohne Kraftaufwand, dann falten sie sich so unauffällig aufs Niveau des Ladebodens, dass man ­selten dran denkt, sie auch auszubauen (es ginge ohnedies nicht). Gut durchdacht ist das Fach für die Laderaum­abdeckung, die man nach dem Demontieren unter dem Ladeboden verschmutzungsfrei ­ablegen kann. Und dieses hinterste Fach bleibt auch dann noch intakt, wenn die dritte Sitzreihe geordert wird. Die geht nicht auf Kosten des ­Laderaums, sondern des ­Stauraums darunter – also auf ­Kosten jener Ladekapazität, die man ohnedies kaum nützt.

Toyota Verso 2,0 D-4D 125 Active weiß innenraum cockpit armaturen

Die Armaturen stehen weder zentral noch hinter dem Lenkrad, sondern perfekt im Blickfeld.

Toyota Verso 2,0 D-4D 125 Active kofferraum

Der Kofferraum kann auch perfekt eben sein, so man will.

Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht:

Trotz all der trockenen Fakten pflegt der Verso einen freudigen Eindruck bis hin zum schön zwischen Komfort und Straßen­lage austarierten Fahrwerk, und das ist ein Spagat, der bei einem kompakten Van, der vernünftigsten aller Kategorien, einkonstruiert werden muss. Geschieht alles zum vernünftigen Preis: Einstieg ab 22.220 Euro, hier mit mittlerem Ausstattungsniveau Active um 26.330 Euro.

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