Toyota Prius 1,8 VVT-i Plug-in-Hybrid Executive
Man muss sich beim Einsteigen nicht überlegen, ob man lieber mit Hybrid- oder Elektroantrieb fahren mag. Man kann aber.
 

Testbericht: Toyota Prius Plug-in-Hybrid

Hybrid- oder Elektroantrieb? Man könnte beides.

06.02.2013 Autorevue Magazin

Ein Artikel aus der Autorevue vom November 2012.

Natürlich lässt sich der Spritverbrauch pro 100 km angeben, aber er sagt wenig aus, wenn man nichts dazusagt. Denn man kann den Plug-in-Hybrid per Tastendruck rein elektrisch fahren oder ihm die Choreografie zwischen Benziner und E-Motor selbst überlassen. Als dritte Möglichkeit gibt’s den Elektro-City-Modus, dann schaltet sich nur beim flotten Beschleunigen der ­Benziner zum Elektromotor dazu.

Rein elektrisch sind rund 25 km möglich, verspricht ­Toyota, wir schafften mit sanftem Gasfuß zirka 22 und schließen daraus: Wer täglich nur kurze Strecken fährt, an deren Enden Steckdosen warten, muss theoretisch nie zur Tankstelle.

Klingt kompliziert, was es aber nur für das Auto ist und nicht für den Fahrer. Der ruft einfach über drei Tasten den gewünschten Fahrmodus auf, und der Prius gehorcht. Oder auch nicht, wenn der Fahrer was Unmögliches will, zum Beispiel elektrisch fahren, ­obwohl die Batterie fast leer ist – für den reinen Elektro­betrieb ist nämlich ein separates Lithium-Ionen-Batterie­paket zuständig (das auch ein wenig vom Kofferraumvolumen wegnimmt). Dann erklärt der ­Toyota aber am Display, warum er den Wunsch ignoriert, und die Erklärungen sind so schlüssig, dass man als Autofahrer nix dagegen sagen kann.

Toyota Prius 1,8 VVT-i Plug-in-Hybrid Executive

Überhaupt ist die Geschmeidigkeit das eigentliche Wesen des Prius Plug-in-­Hybrid, was nicht nur daran liegt, dass er hauptsächlich geschmeidige Fahrerinnen und Fahrer anspricht: Der 1,8-l-Benzinmotor mit 99 PS ist ein seidiges, leises Aggregat, der 82-PS-Elektromotor buttert seine 207 Nm Drehmoment aus dem Handgelenk dazu, die stufenlose Automatik kennt keine Gangwechsel, und alles harmoniert perfekt, solange man nichts Sportliches exekutieren mag. Flinkes Beschleunigen über Land hingegen hebt Drehzahl und Geräusch­niveau unschön an – so kommt der hervorragende Verbrauch auch durch erzieherische Maßnahmen. Wir schenkten 3,8 Liter auf 100 km nach, und hätten wir an jedem Reiseziel eine Steckdose gefunden, wäre noch weniger draus geworden.

Dafür zahlt man rund 8.000 Euro mehr, so viel macht der Plug-in-Mehrpreis aus, Einstieg bei 37.500 Euro. Man ­bekommt aber auch ein vollwertiges Auto, dessen 4,48  Meter zur Mittelklasse passen. Das merkt man z. B. auch, wenn man ein Fahrrad reinschubst und das Vorderrad nicht ­demontieren muss.

Video zum Toyota Prius Plug-in-Hybrid:

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