Tödlicher Tesla-Unfall in Kalifornien: Autopilot war aktiviert

Nach einem tödlichen Unfall mit einem Model X in den USA räumt Tesla in einem Blog-Artikel ein, dass der Autopilot zum Zeitpunkt der Kollision mit einem anderen Fahrzeug aktiviert gewesen sei. Der Fahrer habe auf mehrere Warnhinweise des Systems nicht reagiert.

31.03.2018 Online Redaktion

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Tesla Model X in Kalifornien rücken mögliche Fehlfunktionen des Autopiloten in den Fokus. Der US-amerikanische Elektroauto-Hersteller räumte am Freitag Abend in einem Blog-Posting ein, dass das Assistenzsystem vor dem Unfall aktiviert worden sei. Warum der Autopilot nicht reagierte, ließ Tesla aber offen.

 

Fahrer reagierte nicht auf Warnhinweise

Der Unfall ereignete sich am 23. März. Dabei fuhr das Model X nach Polizeiangaben in eine Fahrbahnbegrenzung. Anschließend wurde es von einem Mazda erfasst und stieß dann mit einem Audi zusammen. Der 38-jährige Fahrer wurde von zwei Männern aus dem brennenden Fahrzeug gezogen, verstarb aber später im Krankenhaus. Vor dem Unfall habe er “mehrere visuelle und einen akustischen” Warnhinweis erhalten, aber nicht darauf reagiert. Das System habe registriert, dass die Hände des Fahrers in den sechs Sekunden vor der Kollision nicht auf dem Lenkrad gelegen hatten. Er habe rund fünf Sekunden Zeit und 150 Meter freie Sicht gehabt. Tesla betont immer wieder, dass die Fahrer auch bei aktiviertem Autopiloten stets die Hände auf dem Lenkrad und so die Kontrolle behalten müssen.

US-Behörden untersuchen Unfall

Der Fall wird von US-Behörden untersucht. Die Aktie des Tesla-Konzerns stand wegen des Unfalls zuletzt unter Druck. Die Sicherheit der Fahrassistenzsysteme ist entscheidend für den Ruf des Unternehmens. Der Autopilot könne nicht alle Unfälle verhindern, teilte Tesla mit. Dies sei unmöglich zu erreichen, aber solche Unfälle könnten mit technischen Mitteln weniger wahrscheinlich werden. Mitte März hatte schon ein Unfall eines autonom gelenkten Uber-Fahrzeugs in Arizona für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Dabei wurde eine Fußgängerin überfahren.

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