BMW 750d xDrive: Am Super­lativsten

Der stärkste Diesel im neuesten Siebener mit der carbonigsten Karosserie und den abgestepptesten Sitzen. Wenigstens kommt man niemaligst auf die Idee, nicht selbst fahren zu wollen.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 08.11.2016

Lieber nicht durchdividieren, da verpufft der Spitzenwert in einem psychologischen Wastegate: Vier Turbolader bei sechs Zylindern, da sorgt natürlich eine ausgeklügelte Choreografie der Lader dafür, dass hier der stärkste Seriendiesel anschiebt, den BMW jemals auf die Räder gestellt hat: 400 PS, 760 Nm, da sind selbst bei Standgas Kleinwagen-Werte abrufbar, jederzeit bereit, die volle Eskalation auf den Asphalt zu dampfen, ohne Rauchentwicklung freilich, weil der neue BMW 750d wird ausschließlich mit Allradantrieb xDrive verabreicht. Nach dem ersten TRITT aufs Gaspedal ahnt man: Es ist besser so, besser für alle. Denn die Wucht des Vortriebs ist enorm, und sie wird in einem flauschigen Polster aus Kultur und Würde abgesteppt – also bei absoluter Spurtreue, völlig intaktem Federungskomfort, gut temperierter Soundkulisse und fein ausbalancierter Leichtigkeit. Hier ist sich der Siebener am nächsten und damit dem sportlichen Kern der Marke: Während den dynamischen Oberklasselimousinen anderer Marken oft eine (eh auch wunderbare) Schwere anhaftet, die das Beschleunigen zu einer Art Stapellauf hochjazzt, formt der BMW 750d alle Wucht zu einem schlanken, sehnigen Ereignis. So lässt man auch alle Verwunderung darüber im Straßengraben zurück, dass lediglich sechs Zylinder und drei Liter Hubraum mitarbeiten, obwohl die Schrift am Kofferraumdeckel 750d in die Welt hinausposaunt. Die Zahl soll lediglich auf die Leistung einstimmen (hier: ziemlich sehr viel), Übung gelungen.

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